Montag, 1. November 2004

<b>Die neueste Geschäftsidee?</b>



Für wie blöde hält man Autoren eigentlich?
Dieser Tage erreicht mich eine Mail mit dem sagenhaften Angebot, mit meinen Büchern in die Top-500-Liste bei Amazon aufzurücken. Ich solle lauter positive Rezensionen meiner eigenen Bücher verfassen, und gegen einen Unkostenbeitrag von 20 EURO (pro Rezension) würden diese unter einem anderen Namen bei Amazon veröffentlicht. Könnte es tatsächlich sein, daß jemand (ein Autor) sich darauf einläßt? Wer hat diesem Geschäftsideeinhaber eigentlich geflüstert, daß Autoren für jeden Werbemist zu haben sind? Sind sie es?

Kommentare:

  1. Angeblich machen Autoren das längst. Hab ich zumindest schon vor über nem Jahr gehört. Ist ja an sich auch naheliegend.

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  2. Interessant wäre es zu erfahren, welche Namen die gefaketen Rezensenten denn so tragen - etwas Computergeneriertes (Müller 3, Meyer 4) oder gar Poetisches wie Lucrezia Leberschedl oder Amandine Schneebichler?



    Oder womöglich einfach nur Josef K.?



    PS: Womöglich sind manche AutorInnen wirklich so arglos, gar nicht erst selbst auf den Gedanken zu kommen, sowas machen zu können.

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  3. Lieber OG: naheliegend? Was soll diese Selbstbeweihräucherung bringen? Es wäre was anderes, wenn ich für die (Eigen)Rezension wenigstens, sagen wir, 100 Euro bekäme, ja dann, aber auch noch zahlen für den Beschiss?

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  4. Ich kann Dir nur sagen, dass ich von verdeckten Selbstrezis schon vor Jahren hörte. Und dass die betreffenden Autoren sich wohl schon was davon versprachen.



    Und dass ich davon ausgehe, dass bei einem 'empfohlenen Buch' die Leute eher auf den Kaufen-Knopf drücken.



    Wenn Du davon ausgehst, dass lobende Rezis, die scheinbar von Dritten kommen, nix bringen: Tu das ;)



    Und: Warum sollte Dich amazon.de bezhalen, um Rezis über dein Buch zu schreiben. Sie zahlen übrigens für Originalrezis recht gut. wie gut darf ich glaub ich nicht verraten, ich hab da mal was unterschieben, dass ich am werde, wenn ich was daüber verrate, wie Amazon.de Geschäfte mit mir macht ;) [Ich hab denen *deutlich* günstiger als zum Normaltarif 'zweitverwertete' Rezis aus "carpe librum" verkauft.]



    Fakt dürfte sein



    a) Amazon gibt kein Geld aus um Bücher kleinerer Verlage mit Rezis zu bestücken.



    b) Käufer kaufen wahrscheinlich eher, wenn sie außer dem Coverbild und dem KLappentext nochwas erfahren. (Ich bin mir manchmal z.B. bei Sachbüchern unsicher, ob ich überhaupt den richtigen Titel vor mir habe.)

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  5. Korrektur: Ich sollte doch bezahlen dafür, daß ein anderer meine Rez. unter seinem Namen bei amazon veröffentlicht. Der Rest ist Satire.

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  6. Ich antwortetet 'eigetlich' auf Martin mit dem Hinweis, dass Autoren das eben schon lane tun und demnach eben NICHT zu arglos für diese Idee sind.

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