Samstag, 20. November 2004

Ende der KSK?

"Ernsthaft gefährdet" ist eigentlich sogar noch ein Euphemismus: die Kommission, die sich Montag, 22.11., 10-14 Uhr zu einer öffentlichen Sitzung im Paul-Löbe-Haus in Berlin trifft, fragt, inwiefern die KSK überhaupt noch erhalten werden kann. Und ob sie erhalten werden soll.

Wir sollten, wir dürfen nicht zulassen, daß dieser Meilenstein der künstlerischen Sozialabsicherung einfach so mir nichts dir nichts gekippt wird. Jede(r), der / die von der KSK profitiert hat oder in Bälde zu profitieren beabsichtigt, möge sich bitte mit einer Mail an die zuständigen MdBs in der Enquete-Kommission melden und sie bitten, unbedingt um den Erhalt der KSK zu kämpfen.

Seid rasch. Und verkünstelt Euch dabei nicht: Die Mail wird wahrscheinlich nie zu Ende gelesen. Aber auch wenn das der Fall ist, wird sie zur Kenntnis genommen. Wenn 500 solcher Mails eingehen, werden in Berlin einige Köpfe rauchen. Aber wenn 1000 Mails eingehen, kommen die Damen und Herren beträchtlich ins Schwitzen. Noch können wir etwas bewegen. Bewegen wir uns!

Die Mailadressen der Bundestagsmitglieder, die in der Enquete-Kommission tätig sind, gibt's hier als TXT-Datei (2KB).

Die Enquete-Kommission des Bundestags "Kultur in Deutschland" befaßt sich derzeit in einer öffentlichen Anhörung mit der "wirtschaftlichen und sozialen Absicherung für Künstlerinnen und Künstler". Dabei geht es vornehmlich um die ZUKUNFT DER KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG.
Die KSK ist ein in Europa bislang einmaliges Modell: Künstler, Verwerter und der Bund tragen gemeinsam die Sorge für die Alterssicherung von Künstlern, denen es in wirtschaftlichen Zeiten wie diesen ohnehin noch einen Tick beschissener geht als anderen Berufsgruppen. Nun ist der Fortbestand dieser Sozialversicherung ernsthaft gefährdet, u.a. durch das Engagement profilierungssüchtiger junger Hengste in einer Partei, die 1975 maßgeblich daran beteiligt war, die KSK überhaupt erst aus der Taufe zu heben.

Kommentare:

  1. Auch ich danke allen! Die vielen Rückmeldungen: Das war beeindruckend!

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  2. 1.300 Mails höre ich soeben von einem TAZ-Redakteur, der Gitta Connemann interviewt hat. Ich bin selbst sehr beeindruckt.



    Und man höre bitte auf von "Denunziation" und "Fehlalarm" zu sprechen: die Pressemitteilung war definitiv alarmierend. Es ist doch besser, man schafft es als Künstler, endlich einmal rechtzeitig zu reagieren, statt der Entwicklung ständig hinterherzutrotteln.

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