Montag, 3. Oktober 2005

Karl Napf: Crash - neue Heilserwartung oder globale Katastrophe?



Ralf Jandl

Carl Catinus

vulgo: Karl Napf



Crash - neue Heilserwartung oder globale Katastrophe?

Erst ganz runter und dann wieder rauf?

Oder unten bleiben?




Für die Lösung der schwierigen Verhältnisse in der westlichen Welt und insbesondere in Deutschland gibt es wenig Rezepte.

Häufig genannt wird die Inflation, mit der der Staat sich seiner Schulden zu Lasten der Bürger entledigen könne. Der frühere Wirtschaftsminister Karl Schiller meinte dazu: „Inflation ist kollektives Rauschgift.“ Sein damaliger Kollege im Amt des Finanzministers Franz Josef Strauß hatte vor seinem Tod hierzu schon resigniert mit den Worten: „Ein sterbendes Volk braucht keinen ausgeglichenen Haushalt.“

Die einzig richtige Lösung, Begrenzung des Staates auf das Unabdingbare und Haushaltsdisziplin über Jahrzehnte ist in den westlichen Demokratien nicht sehr wahrscheinlich, haben die dortigen Politiker doch die Zwangsvorstellung, man müsse dem Wahlvolk ständig etwas bieten. Deshalb muss auch der Crash als Möglichkeit angesehen werden, von dem insbesondere viele junge Menschen heute ausgehen. Ein Crash ist aber mehr als Währungsumstellung wie 1948 und kann zur Vernichtung der überkommenen Staatlichkeit und Gesellschaft führen.



Ein Crash kommt nicht von allein. Er setzt die Aufhebung der Vernunft in der Politik, vor allem der Finanzpolitik voraus. Er kann abgewendet werden durch Nüchternheit und aufgeklärtes Handeln der Bürger und der politischen Gremien. Hierzu sind weder die Politiker noch die Bürger in Deutschland bisher zwingend veranlasst gewesen. Es ging ja auch noch so. Es geht aber nicht mehr so. Die Staatsverschuldung darf nicht weitergehen.

Ein Crash wäre keine Lösung, wie mittlerweile schon viele Bürger glauben, sondern möglicherweise das Ende der westlichen Kultur, die sicher zum Teil fehlerhafte Praktiken kennt, insgesamt nicht für jeden ideal, aber doch befriedigender und verbesserungsfähiger als alle anderen politischen Systeme und Kulturen für die westliche Hemisphäre ist, wenn man soziale Missstände beseitigt.



Oder



Hatte die Pompadour (1721-1764) recht, als sie meinte: „Nach uns die Sintflut?“

Stimmen am Ende die Voraussagen des Nostradamus, der Katharina von Emmerich?

Rückt die Offenbarung des Johannes in das Blickfeld der Gläubigen? Waren G.W. Bush und Tony Blair gar die apokalyptischen Reiter?

Geht das Abendland schon wieder unter?

Manche meinen gar, der Westen hätte nichts anderes verdient. Werteverlust ist eigentlich nur individueller Werteverzicht (Werte bringen mir nichts zur Kasse) oder Abschlaffung (es läuft ja noch so, wozu soll ich mich anstrengen?). Hinzu kommt die Verweigerung der Kunst, am gesellschaftlichen Prozess mitzuwirken.

Das Theater als „Probebühne des Lebens“ hat soziale Missstände wie die Arbeitslosigkeit sehr, sehr spät entdeckt und sich lange mit „shoppen und ficken“ beschäftigt, was nicht das zentrale Problem war.

Was fehlt noch als Vorspiel des Weltunterganges? Richtig, ein gewaltiges Erdbeben wie 1755 in Lissabon, das mit 30tausend Toten selbst den standfesten Atheisten und Aufklärer Voltaire erschütterte.

War das die Strafe Gottes für Aufklärung und Libertinage?

Wenn es dies war, war Gott möglicherweise zu milde. Alles kam wieder. Ein geeignetes wirksames Bußsignal wäre heute ein heftiges Beben im St. Andrewgraben, es grummelt schon lange dort. Kalifornien könnte dabei weitgehend im Meer versinken und die dortigen Atomkraftwerke zu „friendly fire“ gereizt werden. Die Zahl der Todesopfer würde die des Bebens von Lissabon wohl erheblich übersteigen.

Die Überflutung von New Orleans hatte apokalyptisch betrachtet, zu wenige und vor allem zu wenige „relevante“ Opfer, so dass ein ausreichender Denkprozess im Kapitol nicht in Gang kam.

Hierdurch könnte die OPEC noch übermütiger und veranlasst werden, den Ölhahn abzustellen, was immerhin noch etwa ein Drittel des westlichen Ölbedarfs fehlen ließe. 1973 waren es beim ersten Ölboykott der „bösen Araber“ noch rund sechzig Prozent. Aber noch immer brauchen die Autos und Flugzeuge Benzin. Die Autos nicht mehr alle soviel wie 1973, aber die Einbußen wären gewaltig und unvorhersehbar. Die „freie Fahrt für freie Bürger“ wäre passe.



In dieser furchtbaren Kulisse könnte es auch noch zum crash der Finanzen kommen, nicht in Honduras, nicht in Nicaragua oder Argentinien, sondern in den USA. Die extreme Staatsverschuldung (zum großen Teil vom missionarischen Streiter G.W. Bush und seinem „Schauen - wir - mal - Krieg“ im Irak) sowie die verzerrte Zahlungsbilanz hatten es schon seit langem zwingend notwendig gemacht, dass täglich mehrere Milliarden Dollar „fresh money“ vor allem aus China und Japan in die USA strömen mussten.

Nach dem in den USA erfundenen Gesetz von Murphy (wenn etwas schief gehen kann, geht es irgendwann schief), fließt dieses Geld wegen eigener Probleme der Japaner (Öl) und Muskelspielen der Chinesen plötzlich nicht mehr, und der Crash breitet sich von der Wallstreet aus, wo die Aktien schon in den letzten Wochen darniederlagen. „USA zahlungsunfähig“, läuft es über die Ticker in alle Welt.

Wie labil das amerikanische Finanzsystem schon zuvor war, zeigt sich daran, dass nach einem nicht widerrufenen Bericht des ZDF die USA vor dem 11.9.01 nicht gegen verdächtige saudiarabische Umtriebe in den USA vorging, um die Scheichs nicht zu reizen, ihre Billionen aus den USA abzuziehen. Das Ergebnis waren die Toten von ground zero.

Das globale Szenario könnte so aussehen:

In der gesamten westlichen Welt schließen dann die Banken. Niemand kommt an sein Geld heran, Überweisungen im In- und Ausland sind unmöglich, Börsengeschäfte „ruhen“.

Die Wirtschaft fährt jäh zürück, das Bruttosozialprodukt stürzt ab.

In der ganzen westlichen Welt, einschließlich Japans, Australien und Neuseeland, kommt es zu Plünderungen, Brandstiftungen und Vergewaltigungen. Auf den Straßen sind nur Kleinwagen sicher, auf den Gehwegen nur Passanten in einfacher Kleidung. Alte Rechnungen werden mit Messer und Schusswaffen beglichen. Ein einigendes Band selbst zwischen Bewohnern gleicher Straßen und Häuser besteht nicht mehr. Jeder Mensch ist dem anderen ein Wolf. Der „Urzustand“ ist fast erreicht.

In den „besseren“ Vierteln finden Orgien statt, in den mittleren steigen der Verbrauch an Psychopharmaka und die Selbstmordrate an, die weniger Verdienenden finden sich vereint als fröhliche Vandalen. Junkies irrlichtern durch die Straßen. Der gesellschaftliche Kitt und Firniss fällt ab, die Gegensätze in der Bevölkerung stoßen hart und blutig aufeinander. Darwinismus ist Trumpf.

Sekten haben immensen Zulauf, in den Bibelkreisen wird die Offenbarung des Johannes zum einzigen Thema und Parallelen dazu gesucht und zugleich gefürchtet.

In Portugal, Spanien und Italien treten Flagellanten und Bußprediger auf, Betrüger verkaufen Ablasszettel.



Kaum betroffen ist das asiatische Russland und ganz Asien bis auf Japan, Australien und Neuseeland, die durch ihre engen wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen mit dem Westen getroffen sind.

China triumphiert, da faktisch kaum berührt. Dies gilt weitgehend auch für Südamerika und eingeschränkt für Australien und Neuseeland, die finanziell stark gerupft, als einzige weiße Länder mehr oder weniger unbeschädigt bleiben.

Afrika darbt weiter vor sich hin und wird jetzt erst recht als „quantite negligeable“ angesehen.



In den USA gelingt es nicht, alle Toten des Erdbebens zu bergen und die Verletzten zu betreuen. Planierraupen übernehmen die Bestattungen, und „do it yourself Verbände“ müssen Sanitäter ersetzen.

Rasch sind die strategischen Ölreserven verbraucht, die Produktion liegt darnieder, und kollektive Apathie breitet sich aus. Lediglich „ums Haus herum“ kommt es zur Selbst - und Nachbarschaftshilfe in den ländlichen Regionen.

Kein Flugverkehr, kein Autoverkehr, nur Busse und Bahnen auf manchen Strecken.

Trotz des großen Stoffes schweigt Hollywood. Realität hat jede Virtualität geschlagen.

Da und dort gibt es regionales Fernsehen, freilich ohne Werbung.

In Europa richtet man sich auf ein Leben ohne Flugzeuge und ohne Individualverkehr ein. Kein Autoverkehr, nur noch Busse und Bahnen. Der Zeppelin in Friedrichshafen feiert fröhliche Urständ. Autobahnen im Allgäu und Oberbayern werden offiziell für den Viehtrieb

freigegeben.

Infolge Ausfalles der bisherigen UNOrgane beruft China eine Sondersitzung von Sicherheitsrat und Vollversammlung ein.

Formal wird beschlossen, dass auf 10 Mio. Einwohner eine Stimme in der Vollversammlung kommt, und im Sicherheitsrat jeder Kontinent eine Stimme, Indien und China aber gesondert je zwei Stimmen bekommen.

Ineressant ist die „neue Weltordnung“. Sie enthält das Verbot von Flugzeugen, Autos und Fernsehen, außer für Personen in Ausnahmefunktionen wie 1973, weil diese Techniken sich aus globaler Sicht nicht bewährt hätten. Radios bleiben zugelassen.

Dem Fernsehen könne kein TAO (Sinn) abgewonnen werden, heißt es zur Begründung. Es informiere schlecht, unterhalte schlecht, verderbe die Kinder und zerstöre die Familien. Autos und Flugzeuge seien Ursache der Hektik und zerstörten langfristig die Erde durch Klimaerwärmung. Hinzu käme, dass nach taoistischer Kenntnis große Reisen den Verstand trübten.

In der chinesischen Geschichte hätte man nach der frühen Erfindung des Schießpulvers davon wieder Abstand genommen, weil es vorwiegend negative Folgen gehabt hätte, so dass auch dieser Verzicht möglich und zumutbar erscheine.

Für einen Chinesen müsse das TAO wachsen und nicht das Bruttosozialprodukt.

Global wird eine große Bildungsoffensive ausgerufen mit dem Ziel, überall zur Verwirklichund des sozialen Verhaltens der Menschen zu kommen bei Erhaltung seiner persönlichen Individualität. Schwerpunkt müsse nach alter chinesischer Tradition die Familie werden.

Die bisherigen Religionen dürfen weiter praktiziert werden, global werde aber an allen Schulen der Taoisms als Pflichtfach eingeführt.



Hierzu wird in Deutschland die Sozialbindung des Individuums gesetzlich verankert, d.h. jeder darf tun und lassen, was er will, solange er dadurch niemand konkret schadet.

Der Föderalismus in Deutschland wird auf drei Länder, Nord, Süd, Ost beschränkt. Während diese Neuerungen von der Bevölkerung leicht akzeptiert werden, verkämpfen sich Politiker für den gesetzlichen Schutz von Lederhosen, dem Bollenhut, Äppelwoi, Rote Grütze und anderen Nichtigkeiten.



„Draußen im Lande“ geht das Leben weiter und ähnelt der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Schwarzhandel blüht, und der Rucksack dient nicht mehr der Rückenzierde der Deutschen, sondern dem Hamstern.



Man sieht: ein Crash – auch ohne Erdbeben - kann mehr als ein k.o. des Regierungssystems sein, nämlich eine globale Tragödie.

Soll das wirklich die Lösung sein?



Vorläufiger Schluss



Ralf Jandl

Kommentare:

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