Freitag, 3. Juni 2005

Oliver Gassner stellt tExtra.Touren vor



Museum für Literatur am Oberrhein: Oliver Gassner mit 'textratouren'

Prinz-Max-Palais - Dienstag, 07.06 | 20.00 Uhr | Eintritt: 4.- / 3.- EUR (Mitglieder der Literarischen Gesellschaft 2.- EUR)



Neben Lyrik und Kurzprosa stellt Oliver Gassner experimentelle Arbeiten vor, die er auf der CD-ROM tExtra.Touren veröffentlicht hat: "Neben den bekannten Projekten für das Internet, die mit textuellen und audiovisuellen Elementen arbeiten, umfasst die hyperliterarische Edition auch frühere mail- und copy-art-projekte sowie Tonaufnahmen von Lesungen. die Arbeiten Gassners leisten eine Art media-hacking. mit einfachen Mitteln wird das Medium aufgebrochen, um seine Verfahrensweisen zum Vorschein zu bringen. Gassner initiiert eine neue Poetik des Schreibens unter Netzbedingungen, die den Sprachgebrauch aufbricht." (aus dem Begleittext der CD).

Oliver Gassner, geboren 1964, arbeitet als Autor, Journalist und Dozent; seit 1989 Herausgeber der Literaturzeitschrift Wandler. Seine Arbeiten wurden ausgezeichnet mit dem „Silbernen Pegasus 1997" (IBM/DIE ZEIT) und dem Internet-Literaturpreis „dtv/T-Online 2003“ für die Gemeinschaftsarbeit "absolute wreaders" ausgezeichnet.

Kommentare:

  1. Schwestermutter
    Rezension von Lara Andriessen, Autorin;
    Ich bin ein Inzestkind. So beginnt das Vorwort der Autorin Ulrike Dierkes in dem Buch über ihr Leben. Selbst eine Betroffene erzählt Ulrike in ihrem Buch "Schwestermutter" ihre eigene Lebens- und Leidensgeschichte. Ganz persönlich und hautnah! "Schwestermutter" - Ulrikes Kindheit überschattet von Geheimnissen und Rätseln, und die Menschen, die an der verbrecherischen Entstehungsgeschichte ihres Lebens beteiligt sind, tun von Beginn an alles dafür, die Wahrheit zu verschleiern. Und sie ist die Geschichte eines Netzwerks von Abhängigkeit, Manipulation und pädophilen Übergriffen, die der Vater jahrzehntelang erfolgreich aufrechterhielt. Ulrike wurde geboren, weil ihr Vater die älteste seiner vier Töchter sexuell missbrauchte, bis diese schließlich ein Kind aus dieser Missbrauchsbeziehung gebar. Ulrike wurde geboren, weil Marina, ab ihrem siebten Lebensjahr von ihrem Vater missbraucht, gerade mal dreizehn Jahre alt, von ihm schwanger wurde. Marina, ein Kind noch und ohne Hilfe! Im sechsten Monat, als die Schwangerschaft bei Marina festgestellt wurde, ist es für eine Abtreibung zu spät. In dem kleinen westfälischen Dorf wird getuschelt, das Kind im Bauch sei vom eigenen Vater. Nur wenige Wochen nach Marinas vierzehntem Geburtstag brachte sie ihr Kind zur Welt: Ulrike! Ihre leibliche Mutter ist also zugleich ihre älteste Schwester. In ihrem Buch "Schwestermutter" schreibt sie die Frau meines Vaters, um so ihre Distanz auszudrücken, es entspricht mehr ihren Verhältnissen zur leiblichen Mutter ... ältesten Schwester und Großmutter! "Schwestermutter" - dies ist ihre Geschichte. Wenn nur ein einziger Missbrauch durch dieses Buch verhindert wird, wenn nur ein einziger Pädophile nach diesem Buch seine Abartigkeit und Grausamkeit einsieht, dann hat sich dieses Buch gelohnt. "Schwestermutter"- Ich bin ein Inzestkind, in diesem Buch nichts von der Autorin Ulrike Dierkes beschönigt, auch sich selbst nicht geschont, steht für Millionen von gequälten Opfern. Unermüdlich setzt sich Ulrike für die Rechte von Inzestopfern ein, sie klärt auf, informiert und hilft. Liebe Ulrike, dein Schicksal als Inzestkind hast du überlebt, verstehst heute die komplexen Zusammenhänge des Geschehenen und hast "Schwestermutter" geschrieben für viele sexuell missbrauchte Mädchen und den aus Missbrauch entstandenen Kindern, die lebenslang unter den Auswirkungen der Verbrechen an ihren Müttern leiden. Ich danke dir für deine Kraft dazu, deinen Mut und wünsche dir alles Glück für deinen weiteren Weg, von ganzem Herzen, Lara

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  2. Fascinating+site+and+well+worth+the+visit.+I+will+be+back+

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