Samstag, 9. August 2008
Monatsprogramm der Stadtbibliothek Reutlingen -- September 2008
Zum 100. Geburtstag von Gerd Gaiser
Der Erzähler Gerd Gaiser gehörte zu den bekanntesten Schriftstellern der frühen Nachkriegsjahre im deutschen Sprachraum. Am 15. September 2008 wäre er 100 Jahre alt geworden. Seine viel gelesenen Erzählungen und Romane entstanden als sprachlich streng gestaltete Schöpfung, in deren Themen sich viele Zeitgenossen schicksalhaft dargestellt sahen. In der schnelllebigen Zeit nach seinem frühen Tod 1976 wurde sein dichterisches Werk wie das vieler seiner Generation bald vergessen.
Mit Ausstellungen, Vorträgen über Werk und Wirken und einem Literarischen Profil wird in Reutlingen an den Dichter, Lehrer und Professor erinnert. Bitte beachten Sie auch das gesonderte Programmheft.
Miteinander über Bücher reden
Joachim Fest: Ich nicht
Dienstag 2. September 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Eine Gesprächsrunde mit Marlis Egbers.
Vorschau auf Oktober: Julian Barnes: Arthur & George
Rundgang
Mittwoch 3. September 17:00 Uhr Erdgeschoss
mit Tanja Schleyerbach
Treffpunkt: Eingangsbereich
Zum Weltalphabetisierungstag am 8. September
Ein poetisches Roadmovie
Dienstag 9. September 17:00 Uhr Großes Studio
Die Stadtbibliothek Reutlingen ist seit 17 Jahren auf dem Gebiet der Alphabetisierung aktiv und hält Medien für Menschen bereit, die als Erwachsene das Lesen und Schreiben (wieder) lernen möchten. Auch Filme greifen das Thema Analphabetismus auf: Wir zeigen die 1998 mit dem Goldenen Bären der Berlinale ausgezeichnete Geschichte rund um Dora, eine pensionierte Lehrerin, die als Briefschreiberin für Analphabeten im Hauptbahnhof Rio de Janeiros ihr Geld verdient, indem sie Briefe an Ex-Frauen, Geliebte oder Angehörige schreibt aber nicht immer (unzensiert) abschickt.
Eintritt frei
Eine sterbende Welt, die nach Dauer klagte...
Erinnnerung an Gerd Gaiser
Dienstag 9. September 20:00 Uhr Saal der Volkshochschule
Ein Vortrag von Prof. Dr. Hermann Bausinger
Um Gerd Gaiser ist es merkwürdig still geworden. Nach dem Krieg, als seine ersten Romane und Erzählungen herauskamen, gab es begeisterte Stimmen. Später wurden sie übertönt durch kritische Hinweise auf Gaisers Verstrickung in den Nationalsozialismus. Und als er 1976 in Reutlingen starb, war er abgestempelt als Dichter, dessen Haltung und Stil überholt waren überholt von der rasanten gesellschaftlichen Entwicklung, die er nicht akzeptierte. Er wollte nicht mit der Zeit gehen. Das erschwert vielleicht den Zugang, sollte ihn aber nicht blockieren: Es lohnt sich, an Gaiser zu erinnern ganz besonders in der Stadt, die mit ihrer Umgebung mehrfach Schauplatz und Gegenstand seiner literarischen Arbeiten wurde. Sein 100. Geburtstag ist ein guter Anlass dafür.
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Reutlingen und dem Reutlinger Geschichtsverein
Eintritt: 6,00 ; ermäßigt 3,00
Nur Abendkasse
Bücherflohmarkt
Samstag 13. September 10:00 13:00 Uhr Spendhausstraße
Bücher, Noten, Sprachkurse und Zeitschriften einzeln oder meterweise ausnahmsweise zu kaufen, statt zu entleihen. Auch das Städtische Kunstmuseum Spendhaus ist dieses Mal mit einem Stand vertreten.
Bei Regen fällt der Flohmarkt aus.
It's Tea Time?!
Büchertratsch für Jugendliche
Donnerstag 18. September 17:00 Uhr Kleines Studio
Du hast in den Sommerferien ein tolles Buch gelesen, das du anderen empfehlen kannst? Dann stell es doch beim Büchertratsch vor und sammle Bonuspunkte für eine Überraschung!
In gemütlicher Runde kannst du dir aktuelle Lesetipps holen und die Bücher im Anschluss auch gleich ausleihen. Zur Erfrischung gibt es gekühlten Eistee.
Ab 12 Jahren
Mit freundlicher Unterstützung von WEIN AmbienTEE am Tübinger Tor
Auslese
Joachim Zelter: How are you, Mister Angst?
Donnerstag 18. September 20:00 Uhr Erdgeschoss
Gerade als der frustrierte Juniorprofessor Konrad Monteiro dabei ist, mit einem unhaltbaren Vortrag akademischen Selbstmord zu begehen, begegnet er einer mysteriösen Frau. In fulminanter Sprache, mit Ironie und nicht ohne Seitenhiebe auf den Wissenschaftsbetrieb im Medienzeitalter leuchtet Joachim Zelter die Dunkelheit menschlicher Selbstzweifel und beruflicher Versagensängste aus. Zelter, der seit 1997 als freier Schriftsteller und Bühnenautor arbeitet, lehrte selbst englische Literatur in Tübingen und Yale und schöpft aus autobiographischen Erfahrungen. Doch seinen satirischen Stachel und sein Tempo bezieht dieser Universitätsroman von der immer sehr präzisen Distanz, welche die Hauptfigur zu sich und ihrem Umfeld bewahrt (NZZ).
Eintritt: 5,00 ; ermäßigt 3,00
Kartenvorverkauf und -reservierung: Musikbibliothek, Telefon 07121 303-2847
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
Abschlussfest
SommerLeseClub
Samstag 20. September 14:30 17:00 Uhr Erdgeschoss
SommerLeseClub-Mitglieder aufgepasst! Wer über die Sommerferien mindestens drei SLC-Bücher gelesen und sein Logbuch bis zum 9. September in der Kinderbibliothek abgegeben hat, ist zum Abschlussfest mit Zertifikatsausgabe eingeladen. Es gibt Pizza, Getränke und Live-Musik mit den Bands Grüß Dich, Miners Hand und Fire Exit der Kulturwerkstatt e.V. Reutlingen. Mit etwas Glück könnt ihr außerdem einen von zehn tollen Sonderpreisen gewinnen!
Bitte meldet eure Teilnahme am Fest bis zum 16. September in der Kinderbibliothek oder unter Telefon 07121 303-2850 an.
Mit freundlicher Unterstützung der Freunde der Stadtbibliothek Reutlingen e.V.
Literarische Profile
Gerd Gaiser Dichter, Lehrer, Professor in Reutlingen
Samstag 27.September 17:00 Uhr Erdgeschoss
Gerd Gaiser wurde in Oberriexingen/Enz geboren und lebte von 1949 bis zu seinem Tod 1976 in Reutlingen wo er als Lehrer und Professor wirkte. Er verfasste Erzählungen, Kurzgeschichten und viel beachtete und mit literarischen Preisen ausgezeichnete Romane wie Die sterbende Jagd, Das Schiff im Berg, Schlussball. Der Kunstwissenschaftler und Kenner des Landes schrieb außerdem über Malerei und die Schwäbische Alb. Die Stadtbibliothek Reutlingen erinnert in ihrer Reihe Literarische Profile an diesen wichtigen Autor der deutschen Nachkriegsliteratur. Prof. Dr. Theodor Karst, Reutlingen, moderiert den Abend und vermittelt einen Einblick in sein Werk und Wirken. Eric van der Zwaag vom Theater Reutlingen Die Tonne liest ausgewählte Texte.
Eintritt: 5,00 ; ermäßigt 3,00
Kartenvorverkauf und -reservierung: Musikbibliothek, Telefon 07121 303-2847
Mit freundlicher Unterstützung des Reutlinger Theater in der Tonne e.V.
Auslese
Sherko Fatah: Das dunkle Schiff
Donnerstag 2. Oktober 20 Uhr Erdgeschoss
Sherko Fatah, 1964 in Ost-Berlin als Sohn einer Deutschen und eines irakischen Kurden geboren, erzählt in seinem neuen Roman Kerims Geschichte. Der junge Mann wächst im irakischen Grenzland auf, verfällt der Verführungsmacht des Extremismus und gerät unter die Gotteskrieger. Nachdem er sich von ihnen lossagt, sucht er in Deutschland ein neues Leben. Was bleibt ist ein Gefühl elementarer Fremdheit. Fatah ist zuerst Romancier, dann engagiert, und genau das lässt seine Texte schmerzhaft nahe kommen, so die FAZ. Fatah erzählt genau und doch behutsam, ohne politische oder moralische Deutungen. Kerims kleines, konkretes Lebens inmitten großer Umwälzungen steht für viele, die wie er von den Erfahrungen von Entwurzelung, Exil und Gewalt geprägt sind.
Eintritt: 5,00 ; ermäßigt 3,00
Kartenvorverkauf und -reservierung: Musikbibliothek, Telefon 07121 303-2847
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
Ein Beitrag zur Interkulturellen Woche Reutlingen
Bibliothek virtuell
Katalog
Donnerstag 4. September 17:00 Uhr 1. OG
Einführung in den Katalog der Stadtbibliothek Reutlingen mit Christa Gmelch
Ausstellungen
Sachverstand im Wunderland 4 Reutlinger Kinderliteraturforscher
1.7. 13.9. Ausstellungseck
Vier Professoren der ehemaligen PH Reutlingen beschäftigen sich nachhaltig mit Kinderliteratur: Gerhard Haas, Theodor Karst, Bernhard Rank, Reinbert Tabbert. In der Ausstellung präsentieren sie klassische und moderne, phantastische und realistische Kinderbücher sowie eine Auswahl ihrer Forschungsbeiträge.
Kultur braucht Partner. Wir danken der Kreissparkasse Reutlingen für die finanzielle Unterstützung!
50 Jahre Städtepartnerschaft Roanne Reutlingen
Kunst aus Roanne: Jane Coppere und Françoise Lejeune
2.9. 8.11. Galerie auf dem Podest
Die Stadtbibliothek Reutlingen präsentiert jährlich in mehreren Ausstellungen Werke lokaler und regionaler Künstler. Zum Jubiläum der Städtepartnerschaft ist Kunst aus Roanne zu sehen: Acryl-Bilder von Jane Coppere und Terrakotta sowie emaillierte Skulpturen von Françoise Lejeune. Beide Frauen arbeiteten beruflich mit Kindern, als Erzieherin beziehungsweise Therapeutin, was auch ihre künstlerische Arbeiten prägt, die meist Kinder darstellen. Leuchtende Acrylfarben zeigen deren Fröhlichkeit, während Verspieltheit und die Ausdrucksstärke der Bewegung die Skulpturen bestimmen.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
Viel gelesen, früh vergessen Erinnerung an Gerd Gaiser
16.9. 11.10. Ausstellungseck und 1. OG
In der von Arno Piechorowski zusammengestellten Ausstellung werden Ausgaben seiner Erzählungen und Romane sowie etliche Manuskriptbeispiele präsentiert, aber auch die Bildbände mit seinen Landschaftsbeschreibungen des süddeutschen Raumes sowie seine kunsthistorischen und erzieherischen Schriften aus der Arbeit als Professor für Kunstdidaktik in Reutlingen. Zu sehen sind außerdem Zeichnungen aus seiner Zeit als freier Maler. Im 1. Obergeschoss erinnert eine Medienausstellung an den Dichter.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
50 Jahre Städtepartnerschaft Roanne Reutlingen
16.9. 31.10. Blickpunkt Reutlingen
Die Stadt Reutlingen feiert ein halbes Jahrhundert Freundschaft mit der französischen Partnerstadt Roanne. Bilder und Geschenke dokumentieren die lebendige und vielseitige Partnerschaft. Titel aus dem Bestand der Stadtbibliothek Reutlingen ergänzen die Ausstellung.
Mittwoch, 2. Juli 2008
- Lesung der Literaturstipendiaten des Landes
Die Literaturstipendiaten 2007 des Landes Baden-Württemberg, Martin von Arndt, Hans Peter Hoffmann, Stefan Mohnhardt und Thomas Weiss, sind am Montag, 7. Juli, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei im Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Straße 2, zu Gast. An diesem Abend präsentierten die vier Preisträger im Mörike-Kabinett ihre Arbeiten: Martin von Arndt liest Passagen aus seinem neuen Roman, der voraussichtlich im Herbst erscheinen wird. Stefan Monhardt trägt Gedichte aus seinem Lyrikband Augenblicksgötter (2007) vor, Thomas Weiss liest aus dem Roman Folgendes (2006), und Hans Peter Hoffmann stellt aus verschienenden Bänden Texte vor. Der Eintritt ist frei.
Die Literaturstipendiaten Thomas Weiss und Martin von Arndt werden mit einem Jahresstipendium in Höhe von jeweils 12 000 Euro ausgezeichnet. Hans Peter Hoffmann und Stefan Monhardt erhalten jeweils ein mit
6000 Euro dotiertes Halbjahresstipendium. Stipendien sind nicht nur eine Auszeichnung für unsere Schriftstellerinnen und Schriftsteller, sondern haben auch den ganz praktischen Nutzen, den Autorinnen und Autoren den nötigen Freiraum für ihre literarische Arbeit zu geben, sagte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk bei der Verleihung im Oktober in Stuttgart. Er verwies auf die vielfältige Landesförderung zur Stärkung der baden-württembergischen Literaturtradition. Wichtige Ziele der Literaturförderung sind dabei die Entstehung, Verbreitung und Bewahrung von Literatur sowie die Schaffung positiver Rahmenbedingungen für den Literaturbetrieb, so Birk.
Die Literaturstipendien spielten im Förderspektrum des literarischen Nachwuchses eine wichtige Rolle. Das Land vergibt jährlich drei Jahresstipendien für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die den Abschluss oder die Durchführung einer größeren Arbeit ermöglichen sollen. Die Stipendien richten sich an Autorinnen und Autoren, die durch Geburt, Wohnort oder einen Schwerpunkt ihres Schaffens mit dem Land Baden-Württemberg verbunden sind. Eine Bewerbung um das Stipendium ist nicht möglich. Die monatliche Stipendienhöhe beträgt 1000 Euro. Eines der Stipendien kann von der Jury in Halbjahresstipendien geteilt werden. Über die Vergabe entscheidet eine jährlich wechselnde Jury bestehend aus fünf fachkundigen Mitgliedern.
Martin von Arndt, geboren 1968 in Ludwigsburg, studierte Religionswissenschaft, Germanistik, Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in Baden-Württemberg und Angehöriger der Berliner Autorengruppe kOOk. Arndt lebt als Schriftsteller, Musiker und freier Dozent in Markgröningen. Seit seinem Erstling Sieben Tage Honig. Roman. (Ikarus, Mainz 1987) hat Martin von Arndt zahlreiche Bücher Veröffentlicht. Jüngstes Werk ist der Roman ego shooter (Klöpfer & Meyer, Tübingen 2007), in dem er sich literarisch mit den Gamer-Welten und den neuen Formen der Vereinsamung urbaner Eliten auseinandersetzt.
Hans Peter Hoffmann, geboren 1957 in Saarbrücken, lebt, lehrt und schreibt als Autor, Privatdozent und Übersetzer in Tübingen. Nach dem Studium der Germanistik und Sinologie erschienen von ihm zahlreiche Publikationen zur Philosophie und Geschichte Chinas sowie Übersetzungen moderner chinesischer Prosa und Lyrik. Seit 2002 ist er freier Autor und Übersetzer. 1998 erschien sein Gedichtband In den letzten Tagen, 2002 die Erzählung Der Nichtstuer und 2004 die Erzählung Langsame Zeit - Eine Reise im Elsass, (jeweils Klöpfer & Meyer, Tübingen).Sein jüngste Publikation Truhenorgel (Klöpfer & Meyer, Tübingen 2006) enthält Gesänge, Capriccios und Kapriolen.
Stefan Monhardt, geboren 1963 in Calw, studierte Germanistik und Klassische Philologie in Tübingen und Pisa. Nach fünf Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität Berlin lebt und arbeitet er in Berlin als freier Autor und Übersetzer. Sein erster Gedichtband erschien unter dem Titel hübsch wund bleiben 1982 in Ulm. 2007 veröffentlichte der Drey-Verlag in Gutach seinen sechsten Lyrikband Augenblicksgötter.
Thomas Weiss, geboren 1964 in Stuttgart, war nach seinem Schulabschluss zunächst als Verwaltungsbeamter tätig, bevor er 1992 ein Germanistikstudium an der Universität Stuttgart aufnahm. Nach dem Studium betrieb er in Berlin eine Espressobar. Seit 2001 lebt und arbeitet er ausschließlich als freier Schriftsteller in Berlin. Seinem ersten Roman Schmitz, der 2004 bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschien, folgte 2006 der Roman Folgendes (Steidl, Göttingen), in dem er die Abgründe jenseits des Alltags einer Familie am Bodensee auslotet. Sein jüngster Roman Tod eines Trüffelschweins nähert sich literarisch dem vieldiskutierten Thema Turbokapitalismus (Steidl, Göttingen 2007).
Montag, 23. Juni 2008
Der Schwarzwald liegt am Meer ... Eine Dichterreise mit Josè F. A. Oliver von Nagold nach Amsterdam
Der Schwarzwald liegt am Meer ... Eine Dichterreise mit Josè F. A. Oliver von Nagold nach Amsterdam
Was verbindet die engen Täler des Nordschwarzwalds mit der weltoffenen einstigen See- und Handelsmacht Niederlande? Über Jahrhunderte hinweg war das Holzgewerbe eine der wichtigsten Einnahmequellen der Schwarzwaldregion. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein transportierten Flößer die bis zu 20 Meter langen Stämme zum Rhein und von dort weiter bis nach Holland, wo das Holz für den Schiffsbau verwendet wurde. Auch die Städte Amsterdam und Rotterdam selbst stehen auf den begehrten Schwarzwaldtannen. Der Holzhandel brachte Wohlstand in die armen Dörfer, öffnete aber auch neue Horizonte.
Im September wird der Schwarzwälder Schriftsteller José F. A. Oliver im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg drei Wochen lang den Spuren der Flößer folgen. Seine Reise führt ihn entlang der Flüsse Nagold, Enz, Neckar und Rhein bis nach Amsterdam - zu Fuß, mit dem Schiff oder der Bahn. Regelmäßig berichtet er in Sendungen des Mitveranstalters Südwestrundfunk Tübingen (SWR4) von seinen Begegnungen. Verabschiedet wird Oliver am Samstag, 6. September um 12 Uhr mit einer Veranstaltung in Nagold unter Mitwirkung zahlreicher Flößer, die an diesem Wochenende im benachbarten Altensteig bei einem bundesweiten Treffen der Flößerzünfte zu Gast sind. Die Naturfreunde Nagold begleiten Autor und Publikum anschließend zu Fuß auf der ersten Tagesetappe bis Wildberg. Zum Abschluss der Reise wird Oliver im Amsterdamer Goetheinstitut lesen. Nach seiner Rückkehr eröffnet José F. A. Oliver am 17. Oktober gemeinsam mit dem holländischen Schriftsteller Otto de Kat die 25. Baden-Württembergischen Landesliteraturtage, die bis zum 9. November unter dem Motto HolzWege mehr als siebzig Literaten nach Nagold führen werden.
José F. A. Oliver, wurde 1961 in Hausach im Schwarzwald als Kind spanischer Einwanderer geboren und lebt dort als freier Schriftsteller. Zuletzt erschien bei Suhrkamp der Essayband Mein andalusisches Schwarzwaldorf. Als Dichter zwischen den Kulturen und zwischen den Sprachen gibt Oliver hier Auskunft über die Erfahrungen eines Gastarbeiterkindes, dessen poetische Sensibilität der Zweisprachigkeit entspringt. 1997 wurde Oliver mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, 2007 mit dem "Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Landesstiftung Baden-Württemberg" ausgezeichnet.
Info: www.literaturtage-nagold.de, www.literatursommer.de
»HolzWege«
25. Baden-Württembergische Literaturtage in Nagold vom 17. Oktober bis 9. November
Drei Wochen lang bereist der alemannisch-andalusische Autor José F. A. Oliver die alten Flößerwege vom Schwarzwald bis nach Amsterdam und berichtet regelmäßig in Rundfunk und Presse von seinen Begegnungen. Der Designstudiengang der Kunstakademie Stuttgart baut großvolumige Lesemöbelobjekte für die Nagolder Innenstadt. Diskussionen und literarische Revuen beleuchten Strömungen und Seitenpfade eines Vierteljahrhunderts Literaturgeschichte in Baden-Württemberg und geben Ausblicke in die Zukunft. Nur einige Beispiele, wie vielschichtig das Veranstaltungsmotto HolzWege bei den Baden-Württembergischen Literaturtagen in Nagold vom 17. Oktober bis 9. November umgesetzt wird.
Anfang der 80er Jahre wurden die Baden-Württembergischen Literaturtage von der Landesregierung ins Leben gerufen, um der Literatur des Landes im großen Rahmen Gehör zu verschaffen". Das erste Festival fand 1983 in Ulm statt, in diesem Herbst wird nun Nagold die Jubiläumsausgabe der 25. Literaturtage ausrichten. Veranstalter ist die Stadt Nagold, unterstützt durch das Land Baden-Württemberg und mehrere regionale Sponsoren. Präsentiert wird das Festival von den Medienpartnern Südwestrundfunk und Schwarzwälder Bote. Mit der Festivalleitung wurde der Reutlinger Peter Reifsteck betraut.
Rund 70 Schriftsteller werden in den drei Veranstaltungswochen in Nagold erwartet und mit über 50 Lesungen, Konzerten, literarischen Wanderungen und Hörspielnächten vorgestellt. Darunter bekannte Autoren wie Wilhelm Genazino, Sasa Stanisic, Jagoda Marinic, Hanns-Josef Ortheil, Hermann Bausinger, Thommie Bayer, Jürgen Lodemann, Peter Prange und Karl-Heinz Ott sowie Star-Sprecher Christian Brückner, um nur einige Namen zu nennen.
HolzWege steht bei den Literaturtagen nicht für die sprichwörtliche Sackgasse, sondern bedeutet vielmehr, sich ins Unfertige, Widerspenstige, Struppige zu begeben, wie es der Philosoph Hajo Eickhoff formuliert hat. Der Weg muss immer wieder neu bereitet, begangen, seine Richtung geändert werden - ein stimmiges Bild auch für die politischen und sozialen Umbrüche der vergangenen 25 Jahre, mit denen sich die Schriftsteller literarisch auseinanderzusetzen hatten. So wird eine Veranstaltung mit den Autoren Günter Wallraff, Joachim Zelter und Annette Pehnt die Veränderungen in der Arbeitswelt und deren literarische Darstellung beleuchten. Einen großen Stellenwert nimmt bei den Literaturtagen auch der Kriminalroman ein, die Literaturgattung, die in den letzten Jahren am mutigsten gesellschaftliche Themen aufgegriffen hat. Mit dabei sind u.a. die Krimiautoren Ingrid Noll, Christine Lehmann, Oliver Bottini, Ulrich Ritzel, Wolfgang Schorlau und Heinrich Steinfest. HolzWege steht aber ebenso für Nagolds Tradition als bedeutende Möbelstadt und ihre geografische Lage am Rande des Schwarzwalds - Themen, die sich in mehreren Veranstaltungsschwerpunkten widerspiegeln.
Teilweise recht ungewöhnliche Wege schlagen die Nagolder ein, um Autoren und Leser einander näher zu bringen. So erinnert am Eröffnungswochenende ein 25-Stunden-Lesungsmarathon rund um die Uhr an die toten, und damit vielfach auch vergessenen, Schriftsteller Baden-Württembergs. Zehn Krimiautoren sind mit ihren Büchern zu Gast in Nagolder Privatwohnungen und mehrere literarisch-kulinarische Lesungen in Gasthäusern verbinden Wortgenuss mit Küchenkunst.
Programm und Vorverkauf: www.literaturtage-nagold.de
Samstag, 14. Juni 2008
Monatsprogramm der Stadtbibliothek Reutlingen, Juli / August 2008
Das besondere Konzert
Kálmán Balogh & The Gipsy Cimbalom Band
Atemberaubende Roma-Musik aus Ungarn und vom Balkan
Das Cimbalom ist ein Musikinstrument, das dem Hackbrett nahe verwandt ist, aber mehr dynamische und klangliche Möglichkeiten bietet. Es ist außergewöhnlich schwer zu spielen und findet traditionell in der Volksmusik Verwendung. Kálmán Balogh ist einer der wenigen Virtuosen auf diesem Instrument, er hat die Grenzen des Instrumentes ständig erweitert. Häufig musiziert er mit Musikern sehr unterschiedlicher Stilrichtungen aus dem Jazz- und Rockbereich, sowie aus dem Bereich des Klezmer. Mit seinem Ensemble widmet er sich der Musiktradition seines Landes und seines Volkes.
Freitag, 4. Juli, 20:00 Uhr
Grellblaue Stunde
Ihr wünscht, Schauspieler lesen!
Donnerstags 15:00 Uhr Termine auf Anfrage
Gruppen können bei rechtzeitiger Anmeldung wählen, aus welchem Buch gelesen wird.
Für Jugendliche und Schülergruppen ab Klasse 7; Anmeldung unter Telefon 07121 303-2850
In Zusammenarbeit mit dem Theater Reutlingen Die Tonne
Miteinander über Bücher reden
John Banville: Die See
Dienstag 1. Juli 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Eine Gesprächsrunde mit Marlis Egbers
Vorschau auf September: Joachim Fest: Ich nicht.
Ausstellungseröffnung
Günter Bruno Fuchs in Reutlingen und
Günter Bruno Fuchs, der Malerpoet
Donnerstag 3. Juli 20:00 Uhr Großes Studio
Am 3. Juli 2008 wäre GBF, der von 1952 bis 1958 in Reutlingen lebte, 80 Jahre alt geworden.
Lesung: N. N.
Musik: N. N.
Regie: Winni Victor
Blaue Stunde
Freitag 4. Juli 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Katja Bramm liest aus "Nurejews Hund: Oder was Sehnsucht vermag" von Elke Heidenreich.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Das besondere Konzert
Kálmán Balogh & The Gipsy Cimbalom Band
Atemberaubende Roma-Musik aus Ungarn und vom Balkan
Freitag 4. Juli 20:00 Uhr Erdgeschoss
Kálmán Balogh stammt aus einer Dynastie ungarischer Roma-Musiker. Im Alter von 11 Jahren lernt er von seinem Onkel Elemér Balogh das Cimbalom zu spielen, sein Onkel ist ein bedeutender Virtuose auf dem Instrument. Der ungewöhnlich talentierte Kálmán bringt es auf dem Cimbalom bald zu beachtlicher Meisterschaft. Dabei genügt es ihm nicht, sich ausschließlich im Bereich der von den ungarischen Roma gespielten traditionellen Musik zu bewegen. Er studiert an der Budapester Liszt Ferenc Academy of Music auch klassische Musik und schließt dort sein Studium als Lehrmeister des Cimbalom ab. Heute ist Kálmán Balogh einer der wenigen Virtuosen auf diesem Instrument und weltweit als Musiker gefragt.
Die Liste seiner musikalischen Partner ist exklusiv und reicht von Joel Rubin und seinem jewish music ensemble bis zu dem Jazzsaxofonisten David Murray. Zwar gilt Kálmáns Liebe in erster Linie der Musik der authentischen traditionellen Musik Ungarns und des gesamten Balkanraumes. Er musiziert aber ebenso in faszinierenden Arrangements mit überraschenden Jazz-, Bossa Nova- und Klezmer-Zitaten, was die Live-Auftritte der Gipsy Cymbalom Band zu einem musikalischen Erlebnis macht. Perfektes Ensemblespiel und glänzende, von virtuoser Leichtigkeit getragenen solistische Parts kennzeichnen das Spiel der Gruppe.
Eintritt: 12,00 ; ermäßigt 9,00
Kartenvorverkauf und reservierung: Musikbibliothek, Telefon 07121 303-2847
Kultur braucht Partner. Wir danken der Kreissparkasse Reutlingen für die Unterstützung!
Ausstellungseröffnung
Sachverstand im Wunderland: 4 Reutlinger Kinderliteraturforscher
Donnerstag 10. Juli 20:00 Uhr Großes Studio
Begrüßung: Dr. Werner Ströbele, Kulturamtsleiter
Schattenspiel: Nussknacker und Mausekönig nach E.T.A. Hoffmann, Klasse 2a der Grundschule Hohbuch unter der Leitung von Renate Rank
Einführung: Prof. Dr. Renate Overbeck, Reutlingen
Vortrag: Prof. Dr. Gerhard Haas über den Nussknacker
Kultur braucht Partner. Wir danken der Kreissparkasse Reutlingen für die Unterstützung!
Blaue Stunde
Freitag 11. Juli 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Britta Benedetti liest aus "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
It's Tea Time?!
Büchertratsch für Jugendliche
Donnerstag 17. Juli 17:00 Uhr Kleines Studio
Bei schönem Wetter auf der Dachterrasse
Du hast ein tolles Buch gelesen, das du anderen empfehlen kannst? Dann stell es doch beim Büchertratsch vor und sammle Bonuspunkte für eine Überraschung!
In gemütlicher Runde kannst du dir aktuelle Lesetipps für den Sommer holen und die Bücher im Anschluss auch gleich ausleihen. Zur Erfrischung gibt es gekühlten Eistee.
Ab 12 Jahren
Mit freundlicher Unterstützung von WEIN AmbienTEE
Blaue Stunde
Freitag 18. Juli 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Christian Dräger liest aus "Drachenläufer" von Khaled Hosseini.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Bücherflohmarkt
Samstag 19. Juli 10:00 13:00 Uhr Spendhausstraße
Bücher, Noten, Sprachkurse und Zeitschriften - einzeln oder meterweise - ausnahmsweise zu kaufen, statt zu entleihen.
Bei Regen fällt der Flohmarkt aus.
Schock deine Lehrer lies ein Buch!
SommerLeseClub
Dienstag 22. Juli 10:00 Uhr
Du suchst guten Lesestoff für die Sommerferien? Dann werde doch Mitglied im SommerLeseClub!
Für Clubmitglieder gibt es in den Sommerferien eine riesige Auswahl an neuen Kinder- und Jugendbüchern zum Ausleihen. Und das Beste: Ab drei gelesenen Büchern erhältst du das ultimative SLC-Zertifikat und wirst zur Abschlussparty am 20. September eingeladen, mit Live-Musik, Pizza, Getränken und der Verlosung von Sonderpreisen!
Wie's funktioniert? Melde dich einfach ab 8. Juli in der Bibliothek zum SommerLeseClub an und lies über die Sommerferien so viele Bücher, wie du kannst.
Für Kinder und Jugendliche ab Klasse 5
In Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh und mit freundlicher Unterstützung der Freunde der Stadtbibliothek Reutlingen e.V.
Blaue Stunde
Freitag 25. Juli 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Chrysi Taoussanis liest aus "Tristan" von Thomas Mann.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Ausstellungen
Günter Bruno Fuchs in Reutlingen
1.7. 30.8. 1. OG
Der Schriftsteller und Grafiker GBF (3.7.1928 19.4.1977) lebte von 1952 bis 1958 in Reutlingen. Er veröffentlichte in zwanzig Jahren, zwischen 1957 und 1977, mehr als dreißig Bücher mit Gedichten, Erzählungen, Romanen und Holzschnitten, gut ein halbes Dutzend Hörspiele, einen Film und mehrere Schallplatten. Auch Kinderbücher umfasst sein Werk.
Auf Einladung von Richard Salis kam der Berliner GBF Mitte 1952 nach Reutlingen. Hier begegnete er dem Maler Winand Victor. Es wurde eine Freundschaft fürs Leben. Zum Kreis um GBF, Richard Salis und Winand Victor gehörten Reutlinger Autoren und Künstler wie Werner Dohm, Dietrich Kirsch, Rudolf Paul, Fritz Ketz, Willy Leygraf, der Komponist Walther Hecklinger und aus der Ferne Martin Gregor-Dellin. Von 1954 bis 1958 gaben Winand Victor, Dietrich Kirsch und GBF die grafischen-literarischen Blätter telegramme heraus. telegramme sind Eilpost-Nachrichten in offener und in chiffrierter Sprache. Viele junge Autoren wie Peter Härtling, Helmut Heißenbüttel, Heinz Piontek und Johannes Poethen kamen in den 15 erschienenen Nummern der telegramme zu Wort.
Die von Prof. Dr. Reinbert Tabbert zusammengestellte Ausstellung zeichnet die Jahre von Günter Bruno Fuchs in Reutlingen nach. Titel aus dem Bestand der Stadtbibliothek Reutlingen ergänzen die Ausstellung.
Günter Bruno Fuchs, der Malerpoet
1.7. 30.8. Galerie auf dem Podest
GBF, wie er gerne genannt wurde, war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Grafiker. Er hatte an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin studiert. Viele seiner Bücher hat er mit seinen Grafiken oder Holzschnitte illustiriert. Bild und Text waren bei ihm eine Einheit. Seinen literarischen Veröffentlichungen hat er so auch optischen Wert gegeben.
In der Ausstellung sind Grafiken und Holzschnitte aus dem Privatbesitz der Familie Victor zu sehen.
Sachverstand im Wunderland: 4 Reutlinger Kinderliteraturforscher
1.7. 13.9. Ausstellungseck
Vier Professoren der ehemaligen PH Reutlingen beschäftigen sich nachhaltig mit Kinderliteratur: Gerhard Haas, Theodor Karst, Bernhard Rank, Reinbert Tabbert. In der Ausstellung präsentieren sie klassische und moderne, phantastische und realistische Kinderbücher sowie eine Auswahl ihrer Forschungsbeiträge. Die Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 10. Juli, wird mit einem Schattenspiel der Klasse 2a der Grundschule Hohbuch unter der Leitung von Renate Rank mitgestaltet.
Kultur braucht Partner. Wir danken der Kreissparkasse Reutlingen für die Unterstützung!
Zwischen Tradition und Hightech
China heute
8.7. 30.8. 1. OG
Eine Medienausstellung zum Thema China ein Land voller Gegensätze zwischen Tradition und Moderne.
Bitte beachten!
Die Stadtbibliothek Reutlingen, Spendhausstraße 2, ist wegen Reinigungsarbeiten vom 10. bis 18. August geschlossen.
Die Zweigstellen Betzingen, Gönningen, Mittelstadt, Orschel-Hagen, Rommelsbach und Sondelfingen sind vom 9. bis 25. August geschlossen.
Die Zweigstellen Bronnweiler, Oferdingen, Ohmenhausen und Römerschanze sind während der gesamten Sommerferien geschlossen.
Freitag, 30. Mai 2008
Der VS Baden-Württemberg in Klagenfurt
Markus Orths und Martin von Arndt “vertreten” den VS Baden-Württemberg bei den 32. Tagen der deutschsprachigen Literatur, aka Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, in Klagenfurt. Der auf vierzehn Teilnehmer und zwei Tage eingedampfte Wettbewerb wird am 27. und 28. Juni live auf 3sat ausgestrahlt.
Dienstag, 20. Mai 2008
Gedenkveranstaltung für Kuno Bärenbold
Bye-Bye, Kuno!
Sonntag, 15. Juni, 11 Uhr, Jubez, Karlsruhe Kronenplatz
Freunde und Kollegen erinnern an den Karlsruher Schriftsteller und Kritiker, an das Durlacher Original und den langjährigen Weggefährten.
Eine literarisch-musikalische Matinée mit Texten von und über Kuno Bärenbold. Mit Harald Hurst, Gunzi Heil, Harald Schwiers, Matthias Kehle, Ole Hoffmann, Thomas Munz und anderen.
Samstag, 17. Mai 2008
Monatsprogramm der Stadtbibliothek Reutlingen, Hauptstelle
Monatsprogramm der Stadtbibliothek Reutlingen, Hauptstelle
Juni 2008
Headtext
Texte und Töne
Tango Magie der Berührung
Tango schon dem Wort ist seine Bedeutung eingeschrieben: tangere berühren. Der Tango ist mehr als eine bestimmte musikalische Ausdrucksform. Er ist Berührung von Körpern, Gefühlen, Kulturen. Während die argentinische Oberschicht den Tango zunächst verachtete, erlangte der anrüchige Tanz in den Pariser und Berliner Salons in den zwanziger Jahren eine enorme Popularität, die den Tango auch in Argentinien salonfähig machte. Der Tango wurde zu einer Art Volkskultur und brachte eine Vielzahl von Orchestern, Komponisten und Sängern hervor. Heute hat der Tango die ganze Welt erobert.
Mit Erzählungen, dokumentarischen Texten, Balladen und Instrumentaltangos zeichnen Rudolf Guckelsberger und das Duo Favori die Entwicklung des Tangos nach, von der Entstehung bis zum Tango Nuevo von Astor Piazzolla, spannend und amüsant.
Donnerstag, 5. Juni, 20:00 Uhr
Grellblaue Stunde
Ihr wünscht, Schauspieler lesen!
Donnerstags 15:00 Uhr Termine auf Anfrage
Gruppen können bei rechtzeitiger Anmeldung wählen, aus welchem Buch gelesen wird.
Für Jugendliche und Schülergruppen ab Klasse 7; Anmeldung unter Telefon 07121 303-2850
In Zusammenarbeit mit dem Theater Reutlingen Die Tonne
Ausstellungseröffnung
Festival Kultur vom Rande 2008
Schauen zeigen erleben. Handfeste Kunst
Sonntag 1. Juni 16:00 Uhr Galerie auf dem Podest und Volkshochschule Reutlingen
Bilder öffnen Blicke hinter die Fassade, sind begreifbare Zeichen und handfeste Botschaften von besonderen Menschen an das Publikum. Und sie zeigen hautnah und handgreiflich, wie in den verschiedenen Kunstateliers gearbeitet wird. Gezeigt werden Bilder und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung aus Ateliers der Region und darüber hinaus.
Die Eröffnung der beiden Ausstellungen, die bis zum 25. Juni zu sehen sind, beginnt um 16 Uhr in der Stadtbibliothek Reutlingen.
Rundgang
Mittwoch 4. Juni 17:00 Uhr Eingangsbereich
mit Maria Weber
Treffpunkt: Eingangsbereich
Architektur im Gespräch
Mittwoch 4. Juni 20:00 Uhr Erdgeschoss
Ein Vortrag von Prof. Stephanie Eberding, Eberding-Architekten, Stuttgart
In Zusammenarbeit mit dem Baudezernat der Stadt Reutlingen und der Architektenkammer Baden-Württemberg (Kammergruppe Reutlingen) und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
Menschenrechte
Autorenlesung und Werkstattgespräch mit Urs M. Fiechtner
Donnerstag 5. Juni 10:45 Uhr Großes Studio
2008 feiert die Weltgemeinschaft das 60-jährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Mit der Kampagne "Wissen gegen Willkür - mit Fantasie für die Menschenrechte" möchten amnesty international und die Stiftung Lesen Jugendliche auf das nach wie vor aktuelle Thema aufmerksam machen.
Der Autor Urs M. Fiechtner führt Schüler/-innen ab der 8. Klasse in das Thema Menschenrechte ein und bietet in einer anschließenden Diskussion die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.
Gruppenveranstaltung für Schulklassen; bereits vereinbart
Texte und Töne
Tango Magie der Berührung
Donnerstag 5. Juni 20:00 Uhr Erdgeschoss
Mit Rudolf Guckelsberger (Sprecher) und Duo Favori (Gitarre)
Was uns vor allem am Tango fasziniert, ist seine Kraft und Authentizität. Wie kein anderer Tanz verkörpert er Sehnsucht und Leidenschaft, in seinen Texten und Balladen erzählt er von Einsamkeit und enttäuschter Liebe, von Ohnmacht und Verzweiflung. Rudolf Guckelsberger, Barbara Gräsle und Frank Armbruster begeben sich literarisch und musikalisch auf Spurensuche und erzählen Geschichten und Geschichte des Tango mit Musik aus der Entstehungszeit über Werke des großen Tangoerneuerers Astor Piazzolla bis zu aktuellen Tangos von Komponisten wie Luis Borda.
Eintritt: 10,00 ; ermäßigt 7,00
Kartenvorverkauf und reservierung: Musikbibliothek, Telefon 07121 303-2847
Blaue Stunde
Freitag 6. Juni 17:00 Juni Am Ovalen Tisch
Silvia Pfändner liest aus "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Miteinander über Bücher reden
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Dienstag 10. Juni 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Eine Gesprächsrunde mit Marlis Egbers
Vorschau auf Juli: John Banville: Die See
Blaue Stunde
Freitag 13. Juni 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Katja Bramm liest aus "Adressat unbekannt" von Kressmann Taylor.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Architektur im Gespräch
Mittwoch 18. Juni 20:00 Uhr Erdgeschoss
Ein Vortrag von Prof. Ingrid Burgstaller, Morpho-Logic, München
In Zusammenarbeit mit dem Baudezernat der Stadt Reutlingen und der Architektenkammer Baden-Württemberg (Kammergruppe Reutlingen) und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
It's Tea Time?!
Büchertratsch für Jugendliche
Donnerstag 19. Juni 17:00 Uhr Kleines Studio
Du hast ein tolles Buch gelesen, das du anderen empfehlen kannst? Dann stell es doch beim Büchertratsch vor und sammle Bonuspunkte für eine Überraschung!
Bei Tee und Keksen kannst du dir in gemütlicher Runde aktuelle Lesetipps holen und die Bücher im Anschluss auch gleich ausleihen.
Ab 12 Jahren
Mit freundlicher Unterstützung von WEIN AmbienTEE
Blaue Stunde
Freitag 20. Juni 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Heiner Junghans liest aus "Die Einsamkeit des Langstreckenläufers" von Alan Sillitoe.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Blaue Stunde
Freitag 27. Juni 17:00 Uhr Am Ovalen Tisch
Britta Benedetti liest aus "Professor Unrat" von Heinrich Mann.
In Zusammenarbeit mit dem LTT
Bibliothek virtuell
Katalog
Donnerstag 5. Juni 17:00 Uhr 1. OG
Einführung in den Katalog der Stadtbibliothek Reutlingen mit Ana-Maria Mate
Ausstellungen
Festival Kultur vom Rande 2008
Schauen zeigen erleben. Handfeste Kunst
20.5. 25.6. Galerie auf dem Podest
1.6. 25.6. Volkshochschule
Beim 4. internationalen Festival Kultur vom Rande stehen die Werke und Darbietungen von ganz unterschiedlichen Menschen mit ganz besonderen künstlerischen Fähigkeiten im Mittelpunkt. In der Stadtbibliothek Reutlingen sind Kreidemalereien von Andreas Höhne zu sehen. Dieser Künstler lebt und arbeitet in Einrichtungen der Bruderhaus Diakonie in Reutlingen. Seit 1999 ist er tätig im Atelier Halle 016. Sein Werk umfasst Malerei und plastische Objekte.
Martin Perscheid: Abgründe
20.5. 28.6. Ausstellungseck
Die Ausstellung vereint die besten Zeichnungen des Stars der jungen deutschen Cartoon-Szene Martin Perscheid, Jahrgang 1966. Seine "Abgründe" erscheinen in über 30 Tageszeitungen und Zeitschriften, darunter der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau. Kein großartiger Hintergrund lenkt vom Wesentlichen ab. Geradezu boshaft inszeniert er mit stark konturierendem Tuschestrich Dummheiten, Eitelkeiten und menschliche Unzulänglichkeiten, die wir alle kennen - aber natürlich nur bei anderen. "Alltagsdramen mit hohem Spaßfaktor" so ist das Urteil der Jury, die Martin Perscheid 2002 für seine "Abgründe" mit dem Max & Moritz Preis für die beste deutsche Cartoon Serie auszeichnete.
In Zusammenarbeit mit Caricatura Galerie für Komische Kunst, Kassel, und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Volksbildung
Kulturen begegnen sich
3.6. 28.6. 1. OG
Literatur von Autorinnen und Autoren, die in mehreren Sprachen zu Hause sind.
Eine Medienausstellung zum Literatursommer 2008 der Landesstiftung Baden-Württemberg
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