Freitag, 24. Januar 2003
Literatur aus Lettland Termine
Literatur aus Lettland | Termine
a.. 25. Januar, 20.00 Uhr | Stuttgart | Theater im Depot
Die dunklen Hirsche von Inga Abele
Literatur aus Lettland
Dienstag, 21. Januar 2003
FAQ für Autorinnen und Autoren fertiggestellt
FAQ für Autorinnen und Autoren fertiggestellt...
... und kann unter folgender Adresse erreicht werden:
www.vonarndt.de/faq.htm
Montag, 20. Januar 2003
KunstAktion Türme Babylons
Was Literatinnen und Literaten dazu zu sagen und zu schreiben haben, ist Gegenstand des Literaturwettbewerbs innerhalb des Projekts der "Türme Babylons". Die literarischen Brücken sind die Quellen Altes Testament, u. a. Genesis Kapitel 11 Vers 1-9, Koran und Neues Testament. Der Literaturpreis ist mit 4.000,- Euro dotiert und wird von einer internationalen Jury vergeben, der u.a. Michael Krüger vom Hanser Verlag/Deutschland und Arne Ruth/Schweden angehören.
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DIA, Verein f. Kultur & Migration e. V.
A-Karrillon-Str. 25
D - 55118 Mainz
KultDIA@t-online.de
http://www.babylon2003.de
KunstAktion Türme Babylons
http://www.babylon2003.de
KunstAktion Türme Babylons bezieht seinen Spannungsbogen aus den Begegnungen von sechs Künsten und vielen Kulturen: Künstlerinnen und Künstler vieler Nationalitäten aus den Sparten Literatur, Bildender Kunst, Film, Musik, Tanz und Theater kommen zusammen. Gemeinsames künstlerisches Thema ist die Auseinandersetzung mit dem alten Mythos und seinen heutigen Interpretationen. in diesem Rahmen gibt es auch einen Literaturwettbewerb.
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DIA, Verein f. Kultur & Migration e. V.
A-Karrillon-Str. 25
D - 55118 Mainz
KultDIA@t-online.de
http://www.babylon2003.de
KunstAktion Türme Babylons
http://www.babylon2003.de
KunstAktion Türme Babylons bezieht seinen Spannungsbogen aus den Begegnungen von sechs Künsten und vielen Kulturen: Künstlerinnen und Künstler vieler Nationalitäten aus den Sparten Literatur, Bildender Kunst, Film, Musik, Tanz und Theater kommen zusammen. Gemeinsames künstlerisches Thema ist die Auseinandersetzung mit dem alten Mythos und seinen heutigen Interpretationen. in diesem Rahmen gibt es auch einen Literaturwettbewerb.
Stuttgarter Schriftstellerhaus feiert seinen 20. Geburtstag
Stuttgarter Zeitung online - Kein Platz für mehr - Stuttgart Internet Regional
Stuttgarter Schriftstellerhaus feiert seinen 20. Geburtstag
Von Oliver Gassner
Der Stuttgarter Lyriker Johannes Poethen - damals Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Baden Württemberg - war mit seinen Vorstandskollegen Anfang der achtziger Jahre in der Villa Reizenstein beim Ministerpräsident Lothar Späth eingeladen, und dort fiel der märchenhafte Satz: "Sie haben drei Wünsche frei." Es waren: die Einrichtung des Friedrich-Bödecker-Kreises, Lesungen ausländischer Autoren im neuen Schloss und ein Schriftstellerhaus in Stuttgart, als internationaler Treffpunkt für Autoren, zur Beherbergung reisender Dichter und außerdem mit Stipendiatenwohnung.
Samstag, 18. Januar 2003
Schreiben in Ostwest
Ungarn spielt in allen ihren Büchern eine große Rolle "Mit zehn Jahren empfindet man nicht wenig. Ich habe zwar die Ereignisse von 56 selbst noch nicht literarisch verarbeitet, aber ich weiß das noch genau." Zsuzsanna Gahse bezeichnet sich selbst als Transmigrantin, als Durchwandernde: Nachdem sie die längste Zeit ihres Lebens in Stuttgart gelebt hat, wohnt sie nun auf dem Schweizer Bodenseerücken. In einem Haus nahe der Straße, nahe der Thur. "Ostwest - Müllheim an der Thur" heißt ihr aktuelles Buchprojekt: Die Durchreisende schreibt über das Durchreisen der andren. Die Dorfstraße wird zur heimatlichen Donau, die Hügel werden zum Schauplatz kommunikationsverwirrter Szenen zwischen den im Mittelalter dort einfallenden ungarischen Reitern und den milch-und-honig-gesichtigen Schweizern.
Ein Slalomlauf um die Tücken der Sprache ist das Schreiben zwischen zwei Kulturen. Zwischen den 60-ern und den 80-ern hatte Zsuzsanna Gahse kaum Kontakt zur ungarischen Kultur. Ihre eigene literarische Arbeit auf Deutsch und der Kontakt mit Helmut Heißenbüttel in Stuttgart 1978 führten über die von ihm angeregte Beschäftigung mit der aktuellen ungarischen Literatur und zum Übersetzen. "Ich bin zu einer Beobachterin der ungarischen Sprache geworden.", erklärt Gahse. Und sie versuche beispielsweise die große Rolle, die Adjektive im Ungarischen spielen für ihr Schreiben auf Deutsch fruchtbar zu machen.
Die Gratwanderung zwischen den Kulturen führt zu einer ganz eigenen Umgangsweise mit Themen und Motiven. In ihrem letzten Roman "Nichts ist wie oder: Rosa kehrt nicht zurück" durchleuchtet Zsuzsanna Gahse die Beziehung eines Mutter-Tochter-Paares nach Jahren des Exils. Eine Reise der Tochter nach Ungarn ist weder eine Ursprungssuche noch ein Urlaub sondern eine Extremsituation, die eine besondere Aufmerksamkeit auch auf das kleinste Detail der Umgebung erfordert. Zsuzsanna Gahse erschreibt sich, wie eben auch im aktuellen Müllheim-Projekt, ihren Aufenthaltsort. Jeder Wohnort wird zur Station, die es in der Sprache festzuhalten gilt, die nur auf dem Papier Dauer erringt. "Obwohl ich immer über Ungarn schreibe, werde ich nicht ins Ungarische übersetzt.", beklagt sich die Autorin, die ihrerseits fleißig Peter Esterhazy und andere Ungarn ins Deutsche bringt. Die Exilliteratur im Gefolge von 1956 werde auch heute noch ausgegrenzt. "Man darf halt nicht fliehen.", resigniert Zsuzsanna Gahse.
Doch ein Zuhause gibt es: Das ungarische Kulturinstitut in der Haußmannstraße, über den Dächern von Stuttgart. Da trifft sie die einzigen Menschen, die sie mit ihrem ungarischen Kosenamen anreden dürfen, den kein Deutscher in den Mund nehmen darf und der auch hier nicht verraten wird.
Nächste Lesung von Zsuzsanna Gahse in Stuttgart: Niedlichs Lesevergnügungsgesellschaft, Theater im Depot, Landhausstraße, 16. Februar 2003, 11.15 Uhr
Stuttgarter Zeitung online - Im Exil - oder immer auf der Durchreise - Stuttgart Internet Regional
Schreiben in Ostwest
Die Autorin Zsuzsanna Gahse über das Schreiben, Übersetzen und Gratwandern zwischen Ungarn und Deutschland
von Oliver Gassner
"In den 25 Jahren, die ich in Stuttgart gelebt habe, habe ich mich als deutsche Autorin gefühlt. Als 1989 die Wiedervereinigung kam, nannte man mich plötzlich wieder eine ungarische Autorin im deutschen Exil." Im Kulturinstitut der Republik Ungarn berichtet Zsuzsanna Gahse von ihrem Werdegang, vom letzen und vom nächsten Buch. 1956 floh sie zehnjährig mit ihren Eltern vor den politischen Ereignissen in Ungarn über Wien nach Kassel und landete schließlich in Stuttgart. (...)
Ein Slalomlauf um die Tücken der Sprache ist das Schreiben zwischen zwei Kulturen. Zwischen den 60-ern und den 80-ern hatte Zsuzsanna Gahse kaum Kontakt zur ungarischen Kultur. Ihre eigene literarische Arbeit auf Deutsch und der Kontakt mit Helmut Heißenbüttel in Stuttgart 1978 führten über die von ihm angeregte Beschäftigung mit der aktuellen ungarischen Literatur und zum Übersetzen. "Ich bin zu einer Beobachterin der ungarischen Sprache geworden.", erklärt Gahse. Und sie versuche beispielsweise die große Rolle, die Adjektive im Ungarischen spielen für ihr Schreiben auf Deutsch fruchtbar zu machen.
Die Gratwanderung zwischen den Kulturen führt zu einer ganz eigenen Umgangsweise mit Themen und Motiven. In ihrem letzten Roman "Nichts ist wie oder: Rosa kehrt nicht zurück" durchleuchtet Zsuzsanna Gahse die Beziehung eines Mutter-Tochter-Paares nach Jahren des Exils. Eine Reise der Tochter nach Ungarn ist weder eine Ursprungssuche noch ein Urlaub sondern eine Extremsituation, die eine besondere Aufmerksamkeit auch auf das kleinste Detail der Umgebung erfordert. Zsuzsanna Gahse erschreibt sich, wie eben auch im aktuellen Müllheim-Projekt, ihren Aufenthaltsort. Jeder Wohnort wird zur Station, die es in der Sprache festzuhalten gilt, die nur auf dem Papier Dauer erringt. "Obwohl ich immer über Ungarn schreibe, werde ich nicht ins Ungarische übersetzt.", beklagt sich die Autorin, die ihrerseits fleißig Peter Esterhazy und andere Ungarn ins Deutsche bringt. Die Exilliteratur im Gefolge von 1956 werde auch heute noch ausgegrenzt. "Man darf halt nicht fliehen.", resigniert Zsuzsanna Gahse.
Doch ein Zuhause gibt es: Das ungarische Kulturinstitut in der Haußmannstraße, über den Dächern von Stuttgart. Da trifft sie die einzigen Menschen, die sie mit ihrem ungarischen Kosenamen anreden dürfen, den kein Deutscher in den Mund nehmen darf und der auch hier nicht verraten wird.
Nächste Lesung von Zsuzsanna Gahse in Stuttgart: Niedlichs Lesevergnügungsgesellschaft, Theater im Depot, Landhausstraße, 16. Februar 2003, 11.15 Uhr
Stuttgarter Zeitung online - Im Exil - oder immer auf der Durchreise - Stuttgart Internet Regional
Schreiben in Ostwest
Die Autorin Zsuzsanna Gahse über das Schreiben, Übersetzen und Gratwandern zwischen Ungarn und Deutschland
von Oliver Gassner
"In den 25 Jahren, die ich in Stuttgart gelebt habe, habe ich mich als deutsche Autorin gefühlt. Als 1989 die Wiedervereinigung kam, nannte man mich plötzlich wieder eine ungarische Autorin im deutschen Exil." Im Kulturinstitut der Republik Ungarn berichtet Zsuzsanna Gahse von ihrem Werdegang, vom letzen und vom nächsten Buch. 1956 floh sie zehnjährig mit ihren Eltern vor den politischen Ereignissen in Ungarn über Wien nach Kassel und landete schließlich in Stuttgart. (...)
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