Wahlen zum VS Vorstand: Matthias Kehle Landesvorsitzender in Baden-Württemberg
Ehrenvoirsitzende sind Jügen Lodemann und Walter Jens.
Wir gratulieren.

Workshop – Literatur, Schreibwerkstatt
Schulzentrum Bietigheim / Ellental
Ausführung: Sternmut- Literatur: Norbert Sternmut mit Angelika Breitschopf,
Hauptthema/Ziel
Ziel: Das Projekt hat zum Ziel die Jugendlichen für die Literatur zu begeistern und
erste Anleitungen zum eigenen Schreiben zu geben. (Schreibwerkstatt).
Über die Vorstellung und unter der Anleitung von Norbert Sternmut
sollen die Schüler zu eigenen Ideen kommen,
eigene Schreibmöglichkeiten erkennen und sich einen experimentellen Zugang
zur Literatur eröffnen. Sternmut wird aus seinem biographischen Werdegang heraus entsprechende Erfahrungen und Möglichkeiten einfließen lassen, wird
berichten, wie er selbst zur Literatur gekommen ist, wie er schreibt, weshalb er schreibt, welches „Handwerkszeug“ der Schreibende benötigt, wie
unterschiedlich der Zugang zur Literatur sein kann, wie mannigfaltig und individuell
die Beweggründe zum eigenen Schreiben sein mögen, welche Themen
bearbeitet werden können, was formal zu beachten ist.
Grundsätzlich: welche Möglichkeiten können sich uns durch die Literatur
und dadurch, dass wir selbst zur Autorin, zum Autorin werden, eröffnen.
Unterthema
Weiterhin das Thema: wie entsteht ein Buch?
Was macht ein Verlag, ein Buchhändler? Wie komme ich zum eigenen Buch? Ist „Schriftsteller“ ein Beruf wie jeder andere? Was leisten: Literaturzeitschriften?
Insgesamt sollen die jugendlichen Schüler aber in eine Eigendynamik zum eigenen Schreiben kommen, sollen Hemmungen in Bezug auf Literatur abbauen, sollen aus ihrem eigenen
Werdegang berichten und sich selbst in Literatur einbringen, sich selbst beschreiben,
sich selbst literarisch umsetzen, die eigene Fantasie entdecken.
Es gilt, Impulse zum eigenen Schreiben zu setzen, außerhalb jeder
Beurteilung, jedes Maßstabes, jeder Zensur, soll das Gefühl hin zur Literatur
angesprochen werden, über die germanistische Analyse von Texten hinweg,
hinweg über ein „Schubladendenken“ nach Gut und Böse, schlecht und gut.
Wir wollen Offenheit schaffen, Interesse, Neugierde, Experimentierfreudigkeit,
wollen Literatur erleben, erfühlen, wollen den literarischen Raum so offen
wie möglich gestalten, die Schüler nicht abschrecken, sondern
begeistert aufschrecken.
Verwendete Literatur
Sternmut wird dies am Beispiel von Goethes: „Die Leiden des jungen Werther“
und darauf folgend: „Die neuen Leiden des jungen W.“
exemplarisch darlegen, wie auch aus seiner eigenen Anschauung
das Beispel von Celans „Todesfuge“ umsetzen.
(Entsprechendes Filmmaterial wird vorliegen.)
Methoden:
vorhandene Literatur, Film/DVD, Diskussion, Groß- und Kleingruppenarbeit, Einzelarbeit,
Vortrag, Präsentation.
Kurzvita:
Angelika Breitschopf: geboren 1962 in Waiblingen.
Diplom Sozialpädagogin (FH). Arbeit innerhalb der Fortbildung von Jugendlichen
in einem Bildungszentrum. Bildungsreferentin.
Fortbildung zur Systemischen Beraterin beim StIF (Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung und Supervision).
Norbert Sternmut: geboren 1958 in Stuttgart.
Werkzeugmacher: Diplom-Sozialpädagoge (FH). 1988-1992: Arbeit in der psycho-sozialen Betreuung und Beratung älterer Menschen. Altenpfleger:
Seit 1993 innerhalb der Bildungsarbeit tätig in unterschiedlichen Maßnahmen
der Jugend.- und Erwachsenenbildung.
Seit 2006 Arbeit in der psycho-sozialen Betreuung junger Menschen innerhalb
einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB).
Schriftsteller. Bisher 20 Einzeltitel (Romane, Lyrikbände, Theaterstücke...)
Zuletzt: „Norman“- Roman, Wiesenburg Verlag –
als Abschluss einer Trilogie ( „Der Tote im Park“ 1999 / „Marlies“ 2003)
Vertreten in 60 Anthologien.
Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband (VS).
Stipendien des Landes BW und der Stadt Gerlingen.
Zuletzt: „Wiener Werkstattpreis“ 2008
Ludwigsburg, der 01.November 2008

Best of Meme - by James Steerforth, Leonard Blumfeld, Niebla and others - Autor: Johannes Beilharz
****
Wordclay, Bloomington, Indiana, USA
52 Seiten
ISBN 978-1604813647
Among the authors of the poems and prose pieces assembled in this anthology are James Steerforth, Leonard Blumfeld, Niebla, Surendra Sparsh, Iself and Felix Morgenstern – all pseudonyms of German writer Johannes Beilharz.
These miniatures, which range from humorous to deadpan, satirical to whimsical and spiritual to only beautiful, are the result of his participation in various so-called memes – also referred to as writing or art prompts – in the English-language literary and art blog world in 2007 and 2008.
Johannes Beilharz, born 1956, writes in German and English. He writes poetry and short stories and translates from and into several languages. He has published several books in Germany both as an author and translator.

3. Adam Seide Literaturtag, 2. November 2008, Medienkubus der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Lorenzstr. 15, Beginn 11 Uhr,
Eintritt frei
Autoren: Katharina Faber, Michel Mettler, Andreas Neumeister
--
Am 2. November 2008 wird es den dritten Adam Seide Literaturtag
geben. Dieser Tag ? der formale Rahmen »experimentell«
wird beibehalten ? wird sich auch dieses Jahr mit Prosa auseinandersetzten.
Im Medienkubus der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, der zwischen
den beiden
Museen ZKM und MNK liegt, werden sich die Autoren vorstellen.
Eingeladen sind die Schweizer Autorin Katharina Faber
mit ihrem neuen Roman »Fremde Signale«, sowie der Schweizer
Michel Mettler, der in seinem Roman »Die Spange«, wie er selbst
sagt, die Erlebnisperspektive mit derjenigen der Wissenschaften
zu überkreuzen versucht. Des Weiteren stellt der Münchner Autor
Andreas Neumeister neben seinem neuen Roman »Könnte
Köln sein« auch sein bildnerisches Werk vor.
In der Tradition der Veranstaltungen Adam Seides
an der HfG Karlsruhe stellen wir dem Publikum nicht nur das aktuelle
Werk der Autoren vor, sondern suchen über das Gespräch
mit den Schriftstellern auch ihre Arbeitsweise mit Sprache und
Text zu ergründen und zu hinterfragen. So können an diesem Tag
verschiedene Positionen kennengelernt, verglichen und diskutiert werden.
Als Eröffnung des diesjährigen Literaturtags wird das
Archiv Einblicke in das Leben und Wirken Adam Seides geben.
Schwerpunkt bildet das Nachzeichnen eines Stücks deutscher
Kulturgeschichte an Hand der Person Adam Seide, der als stiller
Protagonist verschiedener Kunst- und Literaturströmungen nach
1945 in Hannover, Frankfurt und Karlsruhe bezeichnet werden
kann. Die Versfabrik, ein Projekt das Adam Seide mit Studenten
der HfG initiierte, wird im Anschluss Adam Seides Zeitschrift
»Egoist« vorstellen. Am späten Vormittag spricht
der Verleger Armin Abmeier über die Jahre 1969 /70 in Frankfurt,
über die Verlagslandschaft und die damaligen literarischen
Tendenzen. Auch werden Eindrücke des Jour Fixe bei Adam
Seide und die Entstehung des »Egoist 17« Inhalt des Vortrags sein.
Im Anschluß folgen die Lesungen der Autoren mit weiterführenden
Gesprächen und Diskussionen.
Der Komponist und Performer Helmut Bieler-Wendt
wird den Literaturtag musikalisch begleiten. Als Rahmenprogramm
werden studentische Kurzfilme des Seminars »Poesie,
Film & Avantgarde« bei Stephan Krass gezeigt.
--
3. Adam Seide Literaturtag, 2. November 2008, Medienkubus der
Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Lorenzstr. 15, Beginn 11 Uhr,
Eintritt frei
Autoren: Katharina Faber, Michel Mettler, Andreas Neumeister

Barbara Guest - »Fallschirme, Geliebter«
Luxbooks Verlag, Wiesbaden
ca. 280 S., ISBN 978-3-939557-24-1
Paperback: € 24,00
Auslieferung 20. Oktober 2008
Text aus dem Herbstkatalog des Verlages:
Sie war die unbekannte Fünfte im Bunde: Barbara Guest (1920-2006). Die große amerikanische Dichterin, die viele Jahre nahezu in Vergessenheit geraten war & stets im Schatten jener legendären anderen Verteter der New York School – John Ashbery, Kenneth Koch, Frank O’Hara & James Schuyler – stand, sie hat in den letzten zehn Jahren eine überfällige Renaissance erlebt.
Den Dichtern der Language-School wie auch vielen jüngeren amerikanischen Dichtern gilt sie als Ikone und ewiger Geheimtipp.
Johannes Beilharz hat das Wirken der 2005 verstorbenen Dichterin jahrelang verfolgt, ihre Gedichte übersetzt & hielt intensiven Briefkontakt. Ein Gedicht Guests ist ihm gewidmet.
Zeitgleich zu den mit Spannung erwarteten Collected Poems in den USA erscheint bei luxbooks eine erste deutschsprachige Auswahl aus Barbara Guests gut fünf Jahrzehnte umfassenden Werk. Nachwort von Peter Gizzi & Kohlezeichnungen von Annette Kühn nach Fotografien von Margaret Bourke-White.
Johannes Beilharz (*1956) Übersetzer, Lyriker, Maler lebt in Stuttgart. Viele seiner über Jahrzehnte entstandenen Übersetzungen insbesondere von amerikanischen Dichtern finden sich in einem dichten Patchwork aus Webseiten unter www.jbeilharz.de
4
»Und doch sagte sie, zu Fuß/ unterwegs zum Markt am Crocus Hill,/ möchte man leben. Ich wünschte mir/ Wünsche und keine Listen./ Ich wünschte mir, Gemüse würde/ auswendig wachsen und Artischocken würden heilen,/ ich wünschte, dieser Rhythmus/ meines Herannahens an den Metzger/ wäre mehr als ein Knöchel,/ der sich mir anschließt,/ vielleicht ein Krokus, eine/ Wurzel eingeschränkter Möglichkeiten, / die doch ein Auskommen verspricht

Förderkreis: Aktuelle Seminarangebote – bitte bei Interesse umgehend anmelden!
SCHRIFTSTELLER
IN
BADEN
-WÜRTTEMBERG E .V.
Aktuelle Seminarangebote – bitte bei Interesse umgehend anmelden!
Hier kommen die Ausschreibungen der Seminare und Werkstätten, die der Förderkreis
deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. im Jahr 2008 anbietet.
Unsere Seminare und Werkstattveranstaltungen sind weiterhin gebührenfrei. Wir tra-
gen auch die Kosten für Übernachtung und Halbpension während des Seminars. Für
weitere Mahlzeiten, Getränke und die Kosten für die Anreise müssen die Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer selbst aufkommen.
Um zu verhindern, dass sich Interessenten „auf Verdacht“ anmelden, nicht erschei-
nen und damit Plätze für Nachrücker blockieren, erheben wir seit einiger Zeit eine
Anmeldegebühr von 25 € (in der Regel in Form eines Schecks – Näheres bei den Or-
ganisatorinnen und Organisatoren der Seminare). Wir lösen den Scheck dann ein,
wenn dem Förderkreis Ausfallkosten entstehen. Die Anmeldung wird erst mit Einsen-
dung des Schecks verbindlich, eine vorherige schriftliche oder mündliche Reservie-
rung ist nicht möglich.
Alle Förderkreis-Seminare dauern von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag.
Bitte beachten Sie: Ihre Anmeldung richten Sie bitte nicht in jedem Fall an die Ge-
schäftsstelle, sondern an die Adresse, die jeweils unter der Ausschreibung angege-
ben ist. Vielen Dank.
Auf einen Blick:
Dr. Jürgen Lodemann: Seminar „Fakten und Fiktionen“
M. Kehle, O. Gassner: Seminar „Selbstvermarktung für Autoren on- und offline“
Beate Rygiert, Maria Hohler: Sprechtechnikseminar
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Dr. Jürgen Lodemann:
Seminar „Fakten und Fiktionen“
Termin:
24. bis 26. Oktober 2008
Ort:
Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Es geht um den erzählenden Umgang mit historischen Gegebenheiten. Die Ge-
schichte – die nationale, internationale wie regionale - bietet vom anekdotischen
Ereignis bis zur epochalen „historischen Wende“ bekanntlich ein weites Feld von An-
regungen, von literarischen Arbeitsmöglichkeiten – wer aber aus historischen Fakten
poetische Versionen entwickelt, dem stellt sich als Schreibendem - wie als Lesendem
- automatisch die Frage, wo da die Grenzen verlaufen zwischen Geschichtsschrei-
bung und Poesie, wo endet jeweils die Wissenschaftlichkeit, wo beginnen Klitterung
oder Verklärung oder aber poetische Intensivierung. Wie weit ist gewesene Wirklich-
keit überhaupt "rekonstruierbar". Gibt es womöglich statt aller behaupteten Fakten
nichts als Fiktionen? Jürgen Lodemann stellt Beispiele zur Diskussion aus seiner Nibe-
lungen-Chronik "Siegfried und Krimhild" (Klett-Cotta, dtv, zweimal Platz 1 der "Besten-
liste des SWR").
Die Teilnehmer können – kein Muss – eigene Proben an die angegebene Adresse
einsenden – Texte, bei denen sich die Frage "Fakten oder Fiktionen?" aufdrängt
(höchstens 10 Seiten).
Teilnehmerzahl: 14 Personen
Referent: Dr. Jürgen Lodemann
Organisatorin: Dr. Meike Wiehl
Anfragen und Anmeldungen bitte schriftlich direkt an:
Dr. Meike Wiehl, Postfach 80 03 24, 70503 Stuttgart m.wiehl@schriftsteller-in-bawue.de
Matthias Kehle und Oliver Gassner:
Seminar „Selbstvermarktung für Autoren on- und offline“
Termin:
1. bis 2. November 2008
Ort:
Hotel Residenz, Pforzheim
Verlage setzten ihren Werbeetat zunehmend nur für Bestseller ein, während sie ihre
anderen, weniger erfolgreichen Autoren, zwar in den Verlagsprospekten aufführen,
aber ansonsten kaum bewerben. Die Bestseller tragen die „Kleinen“ mit, ohne dass
diese viel davon haben – die klassische Mischkalkulation.
Das anzubietende Seminar des Förderkreises deutscher Schriftsteller wendet sich an
all jene Kolleginnen und Kollegen, die diesem Dilemma entgehen und die Vermark-
tung – zumindest teilweise – selbst in die Hand nehmen wollen. Das Seminar soll u.a.
darüber informieren, welche Werbemittel zu welchem Zweck „offline“ geeignet sind.
•
Flyer, Plakate, Handzettel etwa für Lesungen,
•
Pressetexte, etwa, wenn man einen Preis erhalten hat,
Page 3
•
Generell Pressearbeit und „Kontakte“ knüpfen
Geklärt werden soll beispielsweise,
•
wie biobibliografische Angaben zu gestalten sind sowie
•
„auf Punkt“ zu schreiben, wenn etwa ein Veranstalter 600 Zeichen Lebenslauf
fordert,
•
welche Anforderungen an ein Autorenfoto zu stellen sind.
Was die Werbung „online“ betrifft, so ist zu klären:
•
Welche Anforderungen sind an eine Homepage zu stellen, wie soll sie inhalt-
lich und formal gestaltet sein (bringen „Zusatzangebote“ wie eine Fotogalerie
etwas...)?
•
Welche Werbemittel (etwa „Blogs“, Newsletter etc. ) sind für die eigene Arbeit
sinnvoll und wie gestaltet man diese?
Am Seminar sollte nicht mehr als 12 Personen teilnehmen, da Wert gelegt wird auf
praktische Übungen, Diskussion über eigene Erfahrungen, Kosten, Alternativen zum
Aufgezeigten etc. Die Teilnehmer sollten mindestens zur Hälfte Autoren mit Erfahrung
sein, Erfahrung auch in Sachen Selbstvermarktung. Erfahrungen im Umgang mit dem
Computer und Internet sind Teilnahmevoraussetzung, außerdem ein WLAN-fähiger
Laptop für praktische Übungen während des Seminars.
Teilnehmerzahl: 12 Personen
Referenten: Matthias Kehle, Oliver Gassner
Organisatoren: Oliver Gassner, Dr. Meike Wiehl
Anfragen und Anmeldungen bitte schriftlich direkt an:
Dr. Meike Wiehl, Postfach 80 03 24, 70503 Stuttgart m.wiehl@schriftsteller-in-bawue.de
Beate Rygiert/ Maria Hohler:
Sprechtechnikseminar
Termin:
14- bis 16. November 2008
Ort:
Baiersbronn-Schönmünzach
Oft sind Autoren die schlechtesten Anwälte ihrer eigenen Texte. Denn wer schreiben
kann, kann seine Texte nicht automatisch auch gut vorlesen. Ein undeutlicher, leiser,
oft viel zu schneller Vortrag dient dem Autor und seinem Text wenig. Der Förderkreis
Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg veranstaltet zum wiederholten Mal ein
Seminar mit der Sprech- und Gesangspädagogin Maria Hohler.
Referentin:
Maria Hohler
Organisatorin:
Beate Rygiert
Anfragen und Anmeldungen bitte direkt an:
Beate Rygiert, Eduard-Pfeiffer-Straße 10, 70192 Stuttgart, Fax: 0711 / 226 23 25, E-Mail:
rygiert@salzundpfeffer.de

Monatsprogramm der Stadtbibliothek Reutlingen, Hauptstelle
Großes Fest zum Tag der Bibliotheken und zu Deutschland liest
Jedes Jahr lenkt der Tag der Bibliotheken am 24. Oktober die Aufmerksamkeit auf die rund 11.500 Bibliotheken in Deutschland und macht auf ihr umfangreiches Angebot neugierig. Im Herbst 2008 findet außerdem erstmals die bundesweite, einwöchige Kampagne „Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek“ statt. Die Stadtbibliothek Reutlingen feiert aus diesem Anlass am Sonntag, den 26. Oktober, ein großes Fest. Von 14 bis 17 Uhr ist mit vielen Aktionen für Kinder und Erwachsene geöffnet. Neben Ausleihe und kulinarischen, literarischen sowie musikalischen Beiträgen wird um 15 Uhr der neue Service „eAusleihe – Medien zum Download“ gezeigt, über den Sie 24 Stunden am Tag digitale Medien wie Hörbücher, Musik, Sachvideos, Romane, Sachbücher und Ratgeber sowie Zeitungen und Zeitschriften auf Ihren eigenen PC herunterladen können.
Rundgang (>>>)

Stuttgart, 11. September 2008 P R E S S E I N F O R M A T I O N
Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Herrn Günther H. Oettinger
Künstlersozialversicherung und „Bürokratische Hemmnisse“
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Oettinger,
das Land Baden-Württemberg hat dem Bundesrat eine Empfehlung gegeben, dass dieser die Bundesregierung auffordert zur „unternehmerfreundlichen Reform“ des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) beizutragen und bürokratische Hemmnisse im Gesetz beseitigen solle.
Das Künstlersozialversicherungsgesetz wurde vor nicht all zu langer Zeit von dieser Bundesregierung mit Erfolg und Lob reformiert, darüber hinaus wurde zum 25-jährigen Bestehen ausdrücklich die öffentliche Versicherung zu dessen langfristiger Existenz abgelegt.
Aus einigen Gremien Ihrer Partei und der Wirtschaft hören wir, dass es bei Ihrer Initiative eigentlich darum gehe, bürokratische Hürden des Gesetzes zu beseitigen.
Das kann nur jeder Bürger und jede Bürgerin in unserem Lande und auch jeder Versicherte der KSK begrüßen.
Wenn wir aber das empfehlende Schreiben der Ausschüsse Wirtschaft, Frauen und Jugend, Innere Angelegenheiten und Finanzen genauer lesen, ist darin eine Beseitigung der Künstlersozialkasse und keine Entbürokratisierung vorgesehen!
Die Ausschüsse Arbeit und Soziales und Kultur scheinen damit nicht befasst worden zu sein. Was sich für die Materie nur als schädlich herausstellt.
Die Bundesländer Berlin, Bayern und Saarland haben sich enthalten. Andere haben sich dagegen ausgesprochen.
Sie aber haben diese Empfehlung mit Ihrer Unterschrift unterstützt!
Wir sind sehr an einer Klarstellung interessiert, welche Willensbildung das Land Baden-Württemberg anstrebt.
Geht es wirklich um die Beseitigung von Bürokratie – womit wir aber auch nicht die Beseitigung der Zahlungspflicht der Wirtschaft meinen, wenn diese Kunst- und Kulturschaffende engagiert und damit die Künstlersozialkassen-Abgabe-Pflicht eintritt – oder geht es um die Beseitigung dieser hervorragenden Einrichtung, die den Kreativen im Lande die Chance einer gesetzlichen Altersversorgung und
Sozialversicherung garantiert?
Ein schnelles und klärendes öffentliches Wort ist angezeigt!
Wir sind der Auffassung, dass Sie diese Chance zu einer Stellungnahme haben sollten, bevor wir falsche Schlüsse ziehen und uns gegen so viel Kulturfeindlichkeit wehren müssten. Wir verbleiben
mit freundlichen Grüßen
gez. Leni Breymaier gez. Gerhard Manthey gez. Jürgen Lodemann
Landesbezirksleiterin Fachbereichsleiter Vorsitzender des
ver.di Baden-Württemberg Medien, Kunst und Industrie Schriftstellerverbandes (VS)
Baden-Württemberg Baden-Württemberg
gez. Wolfram Isele gez. Ulrich Schreyer gez. Thomas G. Wagner
Vorsitzender dju-Landesvorsitzender Vorsitzender
Bildende Kunst Baden-Württemberg Musik Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
gez. Joachim Schraivogel
Vorsitzender
Theater und Bühnen,
Kulturwesen, Darstellende Kunst
Baden-Württemberg

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