Wikileaks - ver.di-Resolution des Bundesfachbereichsvorstands 8 Medien, Kunst und Industrie
hängigkeit. Dies gilt für alle Mediengattungen und alle Verbreitungswege.
Das Internet gewinnt eine wachsende Bedeutung für Transparenz politischer Prozesse und
Entscheidungen und damit für die Partizipation der Gesellschaft. WikiLeaks spielt in diesem
Prozess der Informationsverbreitung eine wesentliche Rolle. Das System WikiLeaks anonymi-
siert und schützt diejenigen, die aus gesellschaftlicher Verantwortung der Öffentlichkeit In-
formationen zugänglich machen, auf die die Öffentlichkeit einen Anspruch hat und die ihr
aus den unterschiedlichsten Interessen vorenthalten werden sollen. WikiLeaks und andere
ähnliche Plattformen schützen – im besten presserechtlichen Sinne – ihre Quellen. Diese
Quellen sind unverzichtbar. Whistleblowing im gesellschaftlichen Interesse muss auf allen
Ebenen und in jeder Größenordnung ermöglicht und geschützt werden – und vom Ruch des
„Verrats“ ideologisch und strafrechtlich befreit werden. Die Verbreitung der von WikiLeaks
veröffentlichten Dokumente stellt einen legitimen Akt der öffentlichen Meinungsbildung dar
und ist Teil der Wahrnehmung des Grundrechts auf Publikationsfreiheit.
Wir treten nachdrücklich ein für diese Informationsfreiheit – nicht nur im Netz – und verur-
teilen aufs Schärfste Eingriffe zum Zwecke der Zensur und der politischen Unterdrückung
von Informationen. Wir verurteilen alle Versuche, diese Eingriffe auch auf dem Umweg über
andere Internetdienste wie Bezahl- oder Abrechnungssysteme zu etablieren.
Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass alle Informationen, die
sie betreffen, sie auch erreichen können. Sie haben einen Anspruch auf die Transparenz
staatlicher Aktivitäten.
Bürgerinnen und Bürger müssen sich aber auch darauf verlassen können, dass die sie errei-
chenden Informationen – ob über Fernsehen, Radio, Zeitung oder Internet – nach journalis-
tischen Qualitätsmaßstäben aufbereitet wurden. Für die Nutzerinnen und Nutzer müssen
Unabhängigkeit, Wahrheit und Glaubwürdigkeit gewährleistet werden. Neuartige Angebote
investigativer Recherche im Netz, wie z.B. WikiLeaks, können und werden eine wichtige
Bereicherung und Ergänzung der Medienlandschaft sein. Die journalistische Einordnung von
Inhalten können sie jedoch nicht ersetzen.

Pit Chotjewitz ist tot
Pit war auch immer jemand, von dem man hölrte, wer in Stuttgart eigentlich was mit wem hat(te). Was, was man als ortsfremder ja nicht so leicht erfährt. Und er hatte Humor, das haben auch nicht so arg viele wirklich.
NAchruf: Stuttgarter Zeitung

Nachruf Helmut Pfisterer
Melancholischer war der Tonfall seines letzten Buches mit dem Titel: "En Himmel soll i? En mei Hos will i nei! Brüderliche Worte für Kerle ond Mädle,wo auch scho alt send."
Helmut Pfisterer war von 1988 bis 1991 Landesvorsitzender des VS. Auch im Förderkreis deutscher Schriftsteller war er viele Jahre im Vorstand engagiert.
Helmut Pfisterer, so schrieb ein Stuttgarter Journalist, war ein "Saft- und Kraftkerl, der das Leben und seine Genüsse liebt, immer geliebt hat, das haben all jene sofort gespürt, die ihn jemals seine Verse, Gedichte, Texte vortragen, vorleben gehört haben. In seinem Fall Verse, Gedichte, Texte in schwäbischer Mundart zumeist und ohne schenkelklopfende Volkstümelei, stattdessen mit Hintersinn, mit feinem Gespür für die verborgenen Falten und Abgründe der schwäbischen Seele."
***
Update:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Trauerfeier und Bestattung von Helmut Pfisterer wird am Freitag, den 17.12.2010 um 11.00Uhr auf dem Waldfriedhof in Stuttgart stattfinden. Bitte sagt es weiter.
Mit vielen Grüssen
Matthias Kehle

Wahlen zum VS Vorstand: Matthias Kehle Landesvorsitzender in Baden-Württemberg
Ehrenvoirsitzende sind Jügen Lodemann und Walter Jens.
Wir gratulieren.

Workshop – Literatur, Schreibwerkstatt
Schulzentrum Bietigheim / Ellental
Ausführung: Sternmut- Literatur: Norbert Sternmut mit Angelika Breitschopf,
Hauptthema/Ziel
Ziel: Das Projekt hat zum Ziel die Jugendlichen für die Literatur zu begeistern und
erste Anleitungen zum eigenen Schreiben zu geben. (Schreibwerkstatt).
Über die Vorstellung und unter der Anleitung von Norbert Sternmut
sollen die Schüler zu eigenen Ideen kommen,
eigene Schreibmöglichkeiten erkennen und sich einen experimentellen Zugang
zur Literatur eröffnen. Sternmut wird aus seinem biographischen Werdegang heraus entsprechende Erfahrungen und Möglichkeiten einfließen lassen, wird
berichten, wie er selbst zur Literatur gekommen ist, wie er schreibt, weshalb er schreibt, welches „Handwerkszeug“ der Schreibende benötigt, wie
unterschiedlich der Zugang zur Literatur sein kann, wie mannigfaltig und individuell
die Beweggründe zum eigenen Schreiben sein mögen, welche Themen
bearbeitet werden können, was formal zu beachten ist.
Grundsätzlich: welche Möglichkeiten können sich uns durch die Literatur
und dadurch, dass wir selbst zur Autorin, zum Autorin werden, eröffnen.
Unterthema
Weiterhin das Thema: wie entsteht ein Buch?
Was macht ein Verlag, ein Buchhändler? Wie komme ich zum eigenen Buch? Ist „Schriftsteller“ ein Beruf wie jeder andere? Was leisten: Literaturzeitschriften?
Insgesamt sollen die jugendlichen Schüler aber in eine Eigendynamik zum eigenen Schreiben kommen, sollen Hemmungen in Bezug auf Literatur abbauen, sollen aus ihrem eigenen
Werdegang berichten und sich selbst in Literatur einbringen, sich selbst beschreiben,
sich selbst literarisch umsetzen, die eigene Fantasie entdecken.
Es gilt, Impulse zum eigenen Schreiben zu setzen, außerhalb jeder
Beurteilung, jedes Maßstabes, jeder Zensur, soll das Gefühl hin zur Literatur
angesprochen werden, über die germanistische Analyse von Texten hinweg,
hinweg über ein „Schubladendenken“ nach Gut und Böse, schlecht und gut.
Wir wollen Offenheit schaffen, Interesse, Neugierde, Experimentierfreudigkeit,
wollen Literatur erleben, erfühlen, wollen den literarischen Raum so offen
wie möglich gestalten, die Schüler nicht abschrecken, sondern
begeistert aufschrecken.
Verwendete Literatur
Sternmut wird dies am Beispiel von Goethes: „Die Leiden des jungen Werther“
und darauf folgend: „Die neuen Leiden des jungen W.“
exemplarisch darlegen, wie auch aus seiner eigenen Anschauung
das Beispel von Celans „Todesfuge“ umsetzen.
(Entsprechendes Filmmaterial wird vorliegen.)
Methoden:
vorhandene Literatur, Film/DVD, Diskussion, Groß- und Kleingruppenarbeit, Einzelarbeit,
Vortrag, Präsentation.
Kurzvita:
Angelika Breitschopf: geboren 1962 in Waiblingen.
Diplom Sozialpädagogin (FH). Arbeit innerhalb der Fortbildung von Jugendlichen
in einem Bildungszentrum. Bildungsreferentin.
Fortbildung zur Systemischen Beraterin beim StIF (Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung und Supervision).
Norbert Sternmut: geboren 1958 in Stuttgart.
Werkzeugmacher: Diplom-Sozialpädagoge (FH). 1988-1992: Arbeit in der psycho-sozialen Betreuung und Beratung älterer Menschen. Altenpfleger:
Seit 1993 innerhalb der Bildungsarbeit tätig in unterschiedlichen Maßnahmen
der Jugend.- und Erwachsenenbildung.
Seit 2006 Arbeit in der psycho-sozialen Betreuung junger Menschen innerhalb
einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB).
Schriftsteller. Bisher 20 Einzeltitel (Romane, Lyrikbände, Theaterstücke...)
Zuletzt: „Norman“- Roman, Wiesenburg Verlag –
als Abschluss einer Trilogie ( „Der Tote im Park“ 1999 / „Marlies“ 2003)
Vertreten in 60 Anthologien.
Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband (VS).
Stipendien des Landes BW und der Stadt Gerlingen.
Zuletzt: „Wiener Werkstattpreis“ 2008
Ludwigsburg, der 01.November 2008

Best of Meme - by James Steerforth, Leonard Blumfeld, Niebla and others - Autor: Johannes Beilharz
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Wordclay, Bloomington, Indiana, USA
52 Seiten
ISBN 978-1604813647
Among the authors of the poems and prose pieces assembled in this anthology are James Steerforth, Leonard Blumfeld, Niebla, Surendra Sparsh, Iself and Felix Morgenstern – all pseudonyms of German writer Johannes Beilharz.
These miniatures, which range from humorous to deadpan, satirical to whimsical and spiritual to only beautiful, are the result of his participation in various so-called memes – also referred to as writing or art prompts – in the English-language literary and art blog world in 2007 and 2008.
Johannes Beilharz, born 1956, writes in German and English. He writes poetry and short stories and translates from and into several languages. He has published several books in Germany both as an author and translator.

3. Adam Seide Literaturtag, 2. November 2008, Medienkubus der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Lorenzstr. 15, Beginn 11 Uhr,
Eintritt frei
Autoren: Katharina Faber, Michel Mettler, Andreas Neumeister
--
Am 2. November 2008 wird es den dritten Adam Seide Literaturtag
geben. Dieser Tag ? der formale Rahmen »experimentell«
wird beibehalten ? wird sich auch dieses Jahr mit Prosa auseinandersetzten.
Im Medienkubus der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, der zwischen
den beiden
Museen ZKM und MNK liegt, werden sich die Autoren vorstellen.
Eingeladen sind die Schweizer Autorin Katharina Faber
mit ihrem neuen Roman »Fremde Signale«, sowie der Schweizer
Michel Mettler, der in seinem Roman »Die Spange«, wie er selbst
sagt, die Erlebnisperspektive mit derjenigen der Wissenschaften
zu überkreuzen versucht. Des Weiteren stellt der Münchner Autor
Andreas Neumeister neben seinem neuen Roman »Könnte
Köln sein« auch sein bildnerisches Werk vor.
In der Tradition der Veranstaltungen Adam Seides
an der HfG Karlsruhe stellen wir dem Publikum nicht nur das aktuelle
Werk der Autoren vor, sondern suchen über das Gespräch
mit den Schriftstellern auch ihre Arbeitsweise mit Sprache und
Text zu ergründen und zu hinterfragen. So können an diesem Tag
verschiedene Positionen kennengelernt, verglichen und diskutiert werden.
Als Eröffnung des diesjährigen Literaturtags wird das
Archiv Einblicke in das Leben und Wirken Adam Seides geben.
Schwerpunkt bildet das Nachzeichnen eines Stücks deutscher
Kulturgeschichte an Hand der Person Adam Seide, der als stiller
Protagonist verschiedener Kunst- und Literaturströmungen nach
1945 in Hannover, Frankfurt und Karlsruhe bezeichnet werden
kann. Die Versfabrik, ein Projekt das Adam Seide mit Studenten
der HfG initiierte, wird im Anschluss Adam Seides Zeitschrift
»Egoist« vorstellen. Am späten Vormittag spricht
der Verleger Armin Abmeier über die Jahre 1969 /70 in Frankfurt,
über die Verlagslandschaft und die damaligen literarischen
Tendenzen. Auch werden Eindrücke des Jour Fixe bei Adam
Seide und die Entstehung des »Egoist 17« Inhalt des Vortrags sein.
Im Anschluß folgen die Lesungen der Autoren mit weiterführenden
Gesprächen und Diskussionen.
Der Komponist und Performer Helmut Bieler-Wendt
wird den Literaturtag musikalisch begleiten. Als Rahmenprogramm
werden studentische Kurzfilme des Seminars »Poesie,
Film & Avantgarde« bei Stephan Krass gezeigt.
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3. Adam Seide Literaturtag, 2. November 2008, Medienkubus der
Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Lorenzstr. 15, Beginn 11 Uhr,
Eintritt frei
Autoren: Katharina Faber, Michel Mettler, Andreas Neumeister

Barbara Guest - »Fallschirme, Geliebter«
Luxbooks Verlag, Wiesbaden
ca. 280 S., ISBN 978-3-939557-24-1
Paperback: € 24,00
Auslieferung 20. Oktober 2008
Text aus dem Herbstkatalog des Verlages:
Sie war die unbekannte Fünfte im Bunde: Barbara Guest (1920-2006). Die große amerikanische Dichterin, die viele Jahre nahezu in Vergessenheit geraten war & stets im Schatten jener legendären anderen Verteter der New York School – John Ashbery, Kenneth Koch, Frank O’Hara & James Schuyler – stand, sie hat in den letzten zehn Jahren eine überfällige Renaissance erlebt.
Den Dichtern der Language-School wie auch vielen jüngeren amerikanischen Dichtern gilt sie als Ikone und ewiger Geheimtipp.
Johannes Beilharz hat das Wirken der 2005 verstorbenen Dichterin jahrelang verfolgt, ihre Gedichte übersetzt & hielt intensiven Briefkontakt. Ein Gedicht Guests ist ihm gewidmet.
Zeitgleich zu den mit Spannung erwarteten Collected Poems in den USA erscheint bei luxbooks eine erste deutschsprachige Auswahl aus Barbara Guests gut fünf Jahrzehnte umfassenden Werk. Nachwort von Peter Gizzi & Kohlezeichnungen von Annette Kühn nach Fotografien von Margaret Bourke-White.
Johannes Beilharz (*1956) Übersetzer, Lyriker, Maler lebt in Stuttgart. Viele seiner über Jahrzehnte entstandenen Übersetzungen insbesondere von amerikanischen Dichtern finden sich in einem dichten Patchwork aus Webseiten unter www.jbeilharz.de
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»Und doch sagte sie, zu Fuß/ unterwegs zum Markt am Crocus Hill,/ möchte man leben. Ich wünschte mir/ Wünsche und keine Listen./ Ich wünschte mir, Gemüse würde/ auswendig wachsen und Artischocken würden heilen,/ ich wünschte, dieser Rhythmus/ meines Herannahens an den Metzger/ wäre mehr als ein Knöchel,/ der sich mir anschließt,/ vielleicht ein Krokus, eine/ Wurzel eingeschränkter Möglichkeiten, / die doch ein Auskommen verspricht

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