Anregendes zur Sonntags-Kaffee-Stunde:
Im nächsten Literaturgespräch am Sonntag, 6. März von 15 - 16 Uhr geht es um
den Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Seit mehr als
30 Jahren unterstützt der Förderkreis Autorinnen und Autoren mit
Arbeits-Stipendien, verleiht den Thaddäus-Troll-Preis, organisiert Lesungen und bringt Anthologien heraus. Erster Vorsitzender, Mitbegründer und Namensgeber des Förderpreises war der Stuttgarter Autor Hans Bayer alias Thaddäus Troll, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 25tenmal jährt. Der jetzige Vorsitzende Ulrich Zimmermann berichtet im Gespräch mit Sabine
Gärttling über die Aufgaben und Ziele des Vereins, über Geförderte und
Förderbedingungen. Die Autoren Angelika Overath und Walle Sayer erzählen
über ihre Erfahrungen mit der Förderung und stellen sich mit kurzen Texten
vor. Eine Sendung der Redaktion Kulturpalast im Freien Radio für Stuttgart
www.freies-radio.de.
Das freie Radio für Stuttgart kann auf 99,2 MHz über Antenne und 102,1 MHz
im Kabel empfangen werden - fast in ganz Stuttgart und darüber hinaus ins
Remstal und ins Neckartal hinein.
Achtzehn Studierende der Akademie der Bildenden Künste stellen unter dem Titel „viernulldreinullef“ einen Monat lang 35 multimediale Arbeiten in der Stadtbücherei, Konrad-Adenauer-Straße 2, aus. Die Ausstellung findet statt im Rahmen der vierten Akademietage, die am Montag, 21. Februar, beginnen.
Ab 18 Uhr begrüßen dazu die Direktorin der Stadtbücherei, Ingrid Bussmann, und der Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Dr. Ludger Hünnekens. Eine Einführung in die Ausstellung geben Oliver Wetterauer und Simona Stark von der Medienwerkstatt Freie Kunst.
Die Ausstellungsgegenstände laden zu einem Stadtbücherei-Parcours der besonderen Art ein. Die Kunst greift in den Alltag der Bücherei ein, verbindet sich mit ihm, stört ihn bewusst oder wirkt unterstützend. Das Stadtbücherei-Publikum wird im laufenden Betrieb ganz zufällig auf die Überraschungen der Ausstellung stoßen, es besteht aber auch die Möglichkeit, anhand eines Lageplanes bewusst den Pfad der künstlerischen Stationen zu wählen.
So lässt zum Beispiel eine interaktive Klanginstallation von Sonja Baur die Bücher sprechen, im Technik-Regal begrüßt die Besucher der Film „Heute im Test: Ergebnisse aus der Untersuchung über die Einwirkung von Körperteilen auf Dachrinnen“ von Jan Löchte. An der Selbstportrait-Station im Bereich Literaturwissenschaften gibt es eine filmische Anleitung zum „Selbstportrait-Selbermalen“ von dem Kunststudenten Sang ho Park.
Unsichtbare räuspern sich, hüsteln und gähnen zwischen den Regalen, überdimensional große Süßigkeiten von Simone Eckert hängen von den Decken des Wilhelmspalais und bei der Skyline Frankfurts fehlen die dreizehnten Stockwerke. „Mehr Licht“ heißt diese Arbeit von Rudolf Reiber, der jedem Hochhaus das dreizehnte Stockwerk nimmt, damit mehr Licht in die Innenstadt fällt.
„10.000 Seiten“ ist der Titel eines Kurzfilms von Tobias Zaft in der Art des film noir. Herumliegende Zeitungen erwachen dort in der U-Bahn-Station Charlottenplatz zum Leben, und in der Stadtbücherei im Wilhelmspalais zittern die Buchseiten. Plötzlich bricht ein Sturm aus und hunderte von Zeitungen fliegen aus dem Tunnel der U-Bahn-Station. Der Sturm erreicht die Stadtbücherei und überdeckt alles mit Papier.
Die Finissage findet am Samstag, 19. März, ab 19 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Wilhelmspalais statt. Zu diesem Anlass werden zusätzlich zur Ausstellung vier Performances von Alessandra Eramo, Wende Büchler, Marcus Fauser und Eric Henzler gezeigt. ---
Das Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Straße 2, verwandelt sich am Samstag, 26. Februar, einen Tag lang zu einem Schloss der Phantasien mit verschiedensten Angeboten für Augen und Ohren rund um Friedrich Schiller und seine Zeit. In allen Räumen lockt von 10 bis 17 Uhr Klassisches und Überraschendes für Erwachsene und Kinder, an „Schillers Punschbar“ werden „Schiller-Locken“, „Tell-Äpfel“ und Gedichte serviert. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Um 10 Uhr eröffnen die „Wortisten“ Daniela Pöllmann, Jenny Ulbricht und Peter Gorges zusammen mit Suzan Smadi von der Hör- und Schaubühne den Schiller-Tag der Stadtbücherei und der Stuttgarter Musikschule. Sie überraschen an ungewöhnlichen Orten mit Texten von und über Schiller. Sie holen die Dichterlegende vom Denkmalsockel und rezitieren - nicht balladenlang, sondern kurz und knapp - Schiller im Treppenhaus, im Fahrstuhl oder hinter dem Regal.
In „Schillers Klangwerkstatt“ erfindet Philipp Vandré, Leiter der Kompositionsklasse der Stuttgarter Musikschule, mit Kindern ab zehn Jahren Musik zu Texten von Friedrich Schiller. Die Workshops beginnen um 10 und um 13 Uhr und dauern jeweils zwei Stunden. Im Anschluss werden die Vertonungen in einem Konzert auf der Galerie im Lesesalon präsentiert.
Im „Sprachlabor“ in der Kinderbücherei sprudeln um 13 Uhr die Silben. Julia Häßler und Nadine Elßer begeben sich mit Kindern ab neun Jahren auf die Spuren von Friedrich Schiller und versuchen sich gemeinsam mit den Teilnehmern am Dichten nach dem Vorbild des großen Meisters.
Die Wortistin Jenny Ulbricht liest um 11 Uhr Manfred Mais Schiller-Biographie „Was macht den Mensch zum Menschen?“ Eigens für diese Lesung kreiert der Objektkünstler Frank Fierke eine neue Welt. Alles, was seine raumgreifenden Objekte benötigen, ist Luft, Licht und eine dünne Membran. Diese begehbare Wolke entführt in andere Sphären. Wer schon immer einmal in eine Seifenblase schlüpfen wollte, kann sich nun diesen Wunsch verwirklichen.
Im Anschluss an die Lesung kann im Schiller-Workshop „Schiller-Balladen in Szene gesetzt“ mit der Wortistin Jenny Ulbricht erlernt werden, welcher Vorarbeit es bedarf, eine Ballade eindrücklich vorzutragen.
Die Fotoserie mit Playmobil „Seht, der Vater hat getroffen!“ von der Studentin der Akademie der Bildenden Künste Annelie Nippe ist von
10 bis 17 Uhr im Max-Bense-Saal zu sehen. Jedes der elf Bilder
(Format 30 x 40 cm) ist mit einem Zitat aus einem Werk der Weltliteratur versehen, wie zum Beispiel „Seht, der Vater hat getroffen!“
Um 16 Uhr wird im selben Raum vom Theater Rampe das Schiller-Stück „Die Räuber“ mit Playmobilfiguren aufgeführt.
Mit großem Erfolg präsentierten sie diese Produktion erstmals 2003 auf dem Schillerplatz.
Das Programm im Überblick:
Samstag, 26. Februar
10 bis 17 Uhr
„Ewig jung ist nur die Phantasie“
Der Schiller-Tag im Wilhelmspalais
10 Uhr, Foyer
Eröffnung
Schiller mittendrin und ganz nebenbei
Die Wortisten Daniela Pöllmann, Jenny Ulbricht und Peter Gorges überraschen zusammen mit Suzan Smadi von der Hör- und Schaubühne im Wilhelmspalais an ungewöhnlichen Orten mit Texten von und über Schiller.
10 Uhr, Mörike-Kabinett
Workshop I
Schillers Klangwerkstatt
Ein Musikerfindungs-Workshop für Kinder ab 10 Jahre mit Philipp Vandré, Leiter der Kompositionsklasse der Stuttgarter Musikschule. Anmeldung unter Tel. 216-5768.
11 Uhr, Lichthof im Luftobjekt von Frank Fierke
Jenny Ulbricht liest die Schiller-Biographie „Was macht den Mensch zum Menschen?“ Oder: Schillerballaden in Szene gesetzt
Die Wortistin liest ausgewählte Passagen aus dem Buch von Manfred Mai, der leider die Lesung absagen musste. Im Anschluss kann im „Schiller-Workshop“ erlernt werden, wie eine Ballade wirksam in Szene gesetzt wird.
12.30 Uhr
Die Musikerfinder präsentieren Schallendes aus Schillers Klangwerkstatt
13 Uhr, Kinderbücherei
Workshop II
SILBEN SPRUDELN.
Sprachlabor mit Julia Häßler und Nadine Elßer: eine Zeitreise in die Welt und das Leben des allseits bekannten Dichters. Friedrich Schiller für Kinder ab 9 Jahren. Anmeldung unter Tel. 216-5768.
13 Uhr, Mörike-Kabinett
Workshop III
Schillers Klangwerkstatt
Ein Musikerfindungs-Workshop für Kinder ab 10 Jahre mit Philipp Vandré, Leiter der Kompositionsklasse der Stuttgarter Musikschule. Anmeldung unter Tel. 216-5768.
13 bis 14 Uhr
Schiller mittendrin und ganz nebenbei
mit den Wortisten Daniela Pöllmann, Jenny Ulbricht und Peter Gorges und Suzan Smadi von der Hör- und Schaubühne.
15.30 Uhr
Die Musikerfinder präsentieren Schallendes aus Schillers Klangwerkstatt
16 Uhr, Max-Bense-Saal
„Die (Playmobi
Räuber“ von Friedrich Schiller
Eine Aufführung vom Theater Rampe Stuttgart
10 bis 17 Uhr, Lichthof
°art cybernetics
Schillerndes Licht- und Luftobjekt von Frank Fierke
10 bis 16 Uhr, Max-Bense-Saal
„Seht, der Vater hat getroffen!“
Literarische Foto-Inszenierungen mit Playmobil von Annelie Nippe
10 bis 17 Uhr, Foyer
Schillers Punschbar
Ab 01.02.2005 können Verlage, Agenturen und Autoren die Manuskriptbörse www.romansuche.de mit verbessertem Service nutzen. Neu ist die umfangreiche Suchfunktion in sechs verschiedenen Rubriken sowie die Möglichkeit für Autoren, per Login auf ihre Daten eigenständig zuzugreifen. Darüber hinaus können Verlage und Agenturen neben Exposee und Leseprobe künftig auch eine ausführliche Vita des gewünschten Autors abrufen. (mehr)
+ 9 - 12 | § ¶Einladung zur Präsentation von Edition Wuz Nr. 19Jürgen Lodemann
Oper – o reiner Unsinn.
Albert Lortzing, Opernmacher.
Bilder: Peter Schmidt
Bildregie: Armin Elhardt (Hg.)
Mittwoch, 23. März 2005
19.30 Uhr, Mörike-Kabinett
Stadtbücherei im Wilhelmspalais
Konrad-Adenauer-Straße 2
70173 Stuttgart
Autor Jürgen Lodemann und Herausgeber Armin Elhardt zeigen – unterstützt von Bildern und Musik –, warum sich Wuz Nr. 19 dem Opernmacher und Demokraten Albert Lortzing widmet. Eintritt: € 5,-/4,-
„Am 13. März hat in der Stuttgarter Staatsoper eine der schönsten deutschen komischen Opern Premiere, ‚Der Wildschütz’ von Lortzing. Wer aber war eigentlich Lortzing? Seit etwa 1968 hört und liest man so gut wie nichts über ihn, dabei war er ein hochpolitischer früher Demokrat. Seine Freiheitsoper ‚Regina’ blieb bis heute unbekannt, höchste Zeit, dass dieser Theatermann endlich die Wertschätzung erfährt, die er verdient. Aus diesem Grund gibt die Nummer 19 der Schriftenreihe Edition WUZ 19 überraschende Antworten auf... die Frage, wie ein Opernhasser sich verwandeln könnte in einen Opernfreund.
Der Versuch präsentiert jemanden, der von 1801 bis 1851 lebte und in Deutschland fast anderthalb Jahrhunderte lang zum meist inszenierten deutschen Opernmacher wurde – und der Opern für den ‚reinsten Unsinn’ hielt.
Das sind folglich auch 19 Antworten auf die Frage, warum ein Heutiger und halbwegs bei Sinnen Befindlicher sich mit Lortzing beschäftigen sollte.“ (Jürgen Lodemann)
P.S. Das WUZ-Bändchen mit Begleitblättle oder notwendigem Appendix kann bei der Präsentation erworben oder bei Edition Wuz (Adresse s.o.) bestellt werden. Preis: 10 € (zzgl. Versand).
+ 14 - 9 | § ¶Lesungen Oliver GassnerDienstag, 07. Juni 2005, 20.00 Uhr
Prinz-Max-Palais, Karlsruhe
Oliver Gassner präsentiert. Lyrik, experimentelle Texte, Internet-Arbeiten
München: Season II-Lesung, Buch in der Au
20:00 Uhr
Buch in der Au
Humboldtstraße 12
81543 München
(U1/U2 Kolumbusplatz)
Oliver Gassner liest Lyrik, experimentelle Texte, Kurzprosa, [eventuell Präsentation von Internet-Arbeiten]
Infos:
http://www.blackink.de/season2/ ,
http://oliver-gassner.de/textratouren/
Buch in der Au
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